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Fukushima-Reaktoren sollen abgedeckt werden

Am Reaktor 1 des AKW Fukushima überschreitet die Konzentration von radioaktivem Cäsium den Grenzwert um das 18-fache. Betreiberin Tepco will nun mit Plastik-Planen Schlimmeres verhindern.

Kraftwerkbetreiberin Tepco versucht Risse zu schliessen: Der zerstörte Reaktor 1 in Fukushima. (6. Mai 2011)
Kraftwerkbetreiberin Tepco versucht Risse zu schliessen: Der zerstörte Reaktor 1 in Fukushima. (6. Mai 2011)
Keystone

Die Grenzwerte sind nicht nur beim Reaktor 1 des AKW Fukushima massiv überschritten. Auch über dem Reaktor 4 fand die Betreiberfirma Tepco 7,5-mal mehr Cäsium 134 als erlaubt, wie der Fernsehsender NHK heute berichtete. Über dem Reaktor 1 wurde demnach eine Konzentration von 360 Becquerel Cäsium 134 pro Kubikmeter Luft gemessen. Tepco rechnet damit, dass die Brennstäbe dort weitgehend geschmolzen sind.

Gestern erst hatte der Beitreiber zugegeben, dass auch die Kerne der beiden anderen aktiven Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima 1, in den Meilern 2 und 3, bereits vor Wochen teilweise geschmolzen seien.

Polyester-Planen sollen es richten

Im abgeschalteten Reaktor 4 werden alte Brennstäbe gelagert. Die Experten nehmen laut NHK an, dass die dort gemessene erhöhte Strahlung aus dem Abklingbecken und aus dem benachbarten Reaktor 3 stamme. Der Betreiber wolle die Reaktoren nun mit Polyester-Planen abdecken, um eine weitere Verbreitung radioaktiver Substanzen über die Luft zu verhindern, hiess es weiter.

Tepco hatte gestern erklärt, die geschmolzene Masse werde nun ausreichend gekühlt und die Lage sei stabil. Experten hatten bereits vermutet, dass es eine Kernschmelze nicht nur im ersten Reaktor, sondern auch in den Blöcken 2 und 3 von Fukushima 1 gegeben hatte.

SDA/pbe

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