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Humanitäre Hilfe erreicht in Syrien nur jeden Zehnten

Die UNO hatte die Versorgung von fast einer Million Menschen in Syrien als dringend eingestuft. Wegen der Uneinigkeit der Konfliktparteien können aber die wenigsten erreicht werden.

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Zivilbevölkerung in Not: Eine zerbombte Schule in der nordsyrischen Stadt Idlib. (27. Oktober 2016)
Zivilbevölkerung in Not: Eine zerbombte Schule in der nordsyrischen Stadt Idlib. (27. Oktober 2016)
Abed Kontar/EPA, Keystone

Nicht einmal jeder zehnte Syrer in belagerten Regionen konnte in diesem Monat mit Lebensmitteln versorgt werden. Davon geht nach einem Medienbericht das deutsche Aussenministerium aus.

Lediglich 77'000 Menschen erhalten humanitäre Hilfe, obwohl die Vereinten Nationen eine Versorgung von 960'000 Menschen in 29 Gebieten als besonders dringend eingestuft hatten. Das geht aus der Antwort des deutschen Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Linken, über die die «Rheinische Post» am Samstag berichtete.

Waffenruhe notwendig

Wie Aussenamts-Staatssekretär Markus Ederer weiter berichtete, konnten 42'000 Menschen in drei Gebieten, die vom syrischen Regime belagert werden, versorgt werden. Weitere 35'000 Zivilisten wurden in Gebieten beliefert, die die Terrormiliz Islamischer Staat belagerte. Ausserdem erhielten 20'000 Syrer Unterstützung, die in schwer erreichbaren Regionen leben.

«Die aktuellen Frontlinien in Aleppo müssen durch eine Waffenruhe ohne Vorbedingungen eingefroren werden, um das Leben der eingeschlossenen Menschen zu retten», sagte Linken-Sicherheitsexpertin Katrin Kunert der Zeitung. An einer Verständigung zwischen Russland und den USA führe kein Weg vorbei, um den Syrienkrieg zu beenden.

(SDA)

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