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Japan bringt Abwehrraketen in Stellung

Noch vor Jahresfrist will Nordkorea eine Langstreckenrakete testen. Die japanische Armee reagierte umgehend und bereitet ihre Patriot-Raketen für den Ernstfall vor. Auch Russland reagierte.

Zweite Mobilisierung innerhalb Jahresfrist: Schon im Frühling standen in Japan die Abwehrraketen bereit – im Bild ein Soldat in der Militärbasis in Tokio. (April 2012)
Zweite Mobilisierung innerhalb Jahresfrist: Schon im Frühling standen in Japan die Abwehrraketen bereit – im Bild ein Soldat in der Militärbasis in Tokio. (April 2012)
Keystone

Wegen des angekündigten nordkoreanischen Raketentests hat Japan damit begonnen, Patriot-Abwehrraketen in Stellung zu bringen. Ein Schiff mit den Raketen habe heute Montag eine Marinebasis im Westen des Landes verlassen und Kurs Richtung Süden genommen, berichtete der staatliche Fernsehsender NHK.

Verteidigungsminister Satoshi Morimoto hatte die Armee am Samstag angewiesen, sich auf den nordkoreanischen Abschuss vorzubereiten. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen auch Kriegsschiffe in Richtung der möglichen Flugbahn der nordkoreanischen Rakete verlegt werden.

Russland: Test überdenken

Russland hat Nordkorea aufgefordert, von dem geplanten Test einer Langstreckenrakete abzusehen. Die Regierung in Pyongyang müsse ihre Entscheidung für diesen Test dringend «überdenken», hiess es in einer Erklärung des russischen Aussenministeriums. Das Land müsse sich an die Vorgaben des UN-Sicherheitsrats halten, forderte Moskau mit Verweis auf die Resolution 1874. Diese war als Folge des nordkoreanischen Atomwaffentests im Jahr 2009 verabschiedet worden und verbietet dem Land solche Tests.

Nordkorea hatte am Samstag angekündigt, noch vor Jahresende eine Langstreckenrakete zu testen. Es handele sich um eine Trägerrakete für Satelliten und sie solle zwischen dem 10. und 22. Dezember starten. Die USA, Japan und Südkorea verurteilten das Vorhaben. Sie vermuten hinter dem Start einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm.

AFP/fko

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