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Kim Jong-il wollte keinen Sohn als Nachfolger

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il war gegen eine Erbfolge an der Spitze des Staates. Er habe seinen jüngsten Sohn nur zum Nachfolger gekürt, um die Stabilität zu gewährleisten, heisst es in einem Bericht.

Will mit der Ernennung eines Sohnes die Grundstruktur des Landes festigen: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il.
Will mit der Ernennung eines Sohnes die Grundstruktur des Landes festigen: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il.
Keystone

Erbfolge passe nicht zum Sozialismus und sein Vater sei dagegen gewesen, sagte Kim Jong Ils ältester Sohn, Kim Jong Nam, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der japanischen Zeitung «Tokyo Shimbun» «Ich denke, damit sollte die Grundstruktur des Landes gefestigt werden», fügte der 39-Jährige hinzu. Eine Instabilität Nordkoreas würde zu Instabilität in der Region führen.

Zugleich erklärte Kim Jong Nam, selbst kein Interesse an Politik oder an einer Nachfolge seines Vaters zu haben. Darüber hinaus appellierte er an seinen Halbbruder, Kim Jong Un, das Leben der Menschen in Nordkorea zu verbessern. Das Land sollte sich Reformen öffnen, ansonsten könne es nie eine Wirtschaftsmacht werden, sagte Kim Jong Nam, der lange im Ausland lebte.

Gesundheitlich angeschlagen

Der gesundheitlich angeschlagene 68-jährige Kim Jong-il hatte zuletzt seine Bemühungen beschleunigt, seinen dritten Sohn als Nachfolger aufzustellen. Kim Jong Un, der 27 Jahre alt sein soll, begleitete seinen Vater im vergangenen Jahr bei zahlreichen Anlässen und wurde im September zum Vier-Sterne-General ernannt.

Kim Jong-il selbst hatte die Macht über das verarmte Land nach dem Tod seines Vaters Kim Il Sung im Jahr 1994 übernommen. Es war die erste Erbfolge an der Spitze eines kommunistischen Staates.

AFP/pbe

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