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Kim Jong-un feuert weiter

Nordkorea hat erneut Kurzstreckenraketen ins offene Meer geschossen. In Südkorea geht man davon aus, dass der Rivale im Norden damit Warnsignale aussendet.

Militärs vermuten Frog-Boden-Boden-Raketen: Südkoreaner sehen sich in Seoul einen TV-Bericht zu den nordkoreanischen Raketenabschüssen an. (23. März 2014)
Militärs vermuten Frog-Boden-Boden-Raketen: Südkoreaner sehen sich in Seoul einen TV-Bericht zu den nordkoreanischen Raketenabschüssen an. (23. März 2014)
Keystone

Gut einen Monat nach Beginn der Frühjahrsmanöver der Streitkräfte der USA und Südkoreas hat das nordkoreanische Militär seine Raketentests fortgesetzt. Am Wochenende registrierte Südkorea innerhalb von 24 Stunden 46 Kurzstreckenraketen, die von der Ostküste Nordkoreas abgefeuert wurden.

Drei Salven von insgesamt 30 Raketen gab es am Samstagmorgen und zwei mit 16 Geschossen am frühen Sonntagmorgen. Die Raketen flogen gemäss den Angaben des Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte rund 60 Kilometer weit in Richtung offenes Meer.

Nordkorea befürchtet Angriff

Nordkorea testet zwar regelmässig Raketen von kurzer Reichweite. Doch Südkorea geht davon aus, dass das Nachbarland mit der jüngsten massiven Testreihe auch auf die laufenden Manöver in Südkorea reagiert und Warnsignale aussendet.

Das Regime des kommunistischen Nordkorea wirft den USA und Südkorea vor, mit ihren jährlichen Übungen einen Angriff vorzubereiten. Das wird von beiden Ländern bestritten. Die mehrwöchigen gemeinsamen Feldübungen unter dem Namen «Foal Eagle» sollen noch bis zum 18. April dauern.

Frog- und Scud-Raketen

Das südkoreanische Militär vermutete, dass es sich am Wochenende erneut um Boden-Boden-Raketen der Frog-Serie gehandelt haben könnte, die noch in der Sowjetunion entwickelt wurden. Erst eine Woche zuvor hatte Nordkorea nach südkoreanischen Angaben 25 Raketen verschossen. Auch danach hatte es geheissen, es könnten Frog-Raketen gewesen sein.

Zuletzt hatte Nordkoreas Militär auch mehrere Scud-Kurzstreckenraketen an der Ostküste mit Reichweiten von bis zu mehr als 500 Kilometern gestartet. Ausserdem waren Mehrfachraketensysteme zum Einsatz gekommen. Nordkorea hatte die Raketentests als Teil von Routineübungen bezeichnet. Der Weltsicherheitsrat untersagt dem Land per Resolution den Start von Raketen «unter Verwendung ballistischer Raketentechnik».

Ein Thema in Den Haag

Das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm wird auch ein Schwerpunkt der Gespräche der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye mit den Staats- und Regierungschefs Chinas, der USA und Japans am Rand des Weltgipfeltreffens zur Nuklearsicherheit in Den Haag (24. und 25. März) sein.

Park werde zunächst am Sonntagabend nach ihrer Ankunft in den Niederlanden mit Chinas Staatschef Xi Jinping zusammentreffen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Ausserdem ist während der Konferenztage ein Dreier-gespräch mit US-Präsident Barack Obama und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe geplant.

SDA/rub

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