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Leibwächter erschiesst Gouverneur aus religiösen Motiven

Bei einem Anschlag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist der Gouverneur der Provinz Punjab getötet worden.

Erschossen: Gouverneur Salman Taseer, hier im März 2009.
Erschossen: Gouverneur Salman Taseer, hier im März 2009.
AFP

Nach dem tödlichen Attentat auf den Gouverneur der politisch bedeutenden Provinz Punjab, Salman Taseer, ist in Pakistan eine dreitägige Staatstrauer angeordnet worden. Die Anordnung kam von Regierungschef Yousuf Raza Gilani.

Nach Polizeiangaben wurde Taseer am Dienstag in der Nähe seines Hauses in der Hauptstadt Islamabad angeschossen. Später sei er den Verletzungen im Spital erlegen. Innenminister Rehman Malik zufolge handelt es sich bei dem Täter um ein Mitglied von Taseers eigenem Sicherheitsteam.

Täter hat gestanden

Der als moderater Politiker geltende Taseer wurde offenbar getötet, weil er sich gegen Gotteslästerungsgesetze ausgesprochen hatte. Der Täter habe die Tat gestanden und als Motiv Taseers Widerstand gegen das Blasphemiegesetz genannt, sagte Malik. Polizei und Anti-Terror-Kräfte riegelten den Tatort nach dem Anschlag ab.

Taseer war ein führendes Mitglied der regierenden Pakistanischen Volkspartei (PPP) und ein enger Vertrauter von Staatspräsident Asif Ali Zardari. Von 2007 bis 2008 war Taseer unter der Regierung von Pervez Musharraf Industrie- und Produktionsminister.

In Pakistan herrscht eine Regierungskrise, nachdem ein Koalitionspartner der PPP am Wochenende die Zusammenarbeit aufgekündigt hatte. Die PPP kündigte nach dem Attentat auf Taseer eine zweiwöchige Trauerzeit an.

sda/dapd/bru

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