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Muslimische Rebellen überfallen Dörfer

Im Süden der Philippinen haben Aufständische mehrere Dörfer besetzt und mindestens 16 Menschen getötet.

Am frühen Morgen lieferten sich rund 200 Anhänger der Islamischen Moro-Befreiungsfront (MILF) in der überwiegend katholischen Stadt Kolambugan heftige Gefechte mit Regierungstruppen und Polizisten, wie der Bürgermeister berichtete.

Viele Bewohner der südlichen Provinz Lanao del Norte seien geflohen. In zwei Dörfern nahe der Stadt Kauswagan gab es nach Polizeiangaben ebenfalls Gefechte.

Nach offiziellen Angaben steckten die Rebellen Häuser in Brand, plünderten Geschäfte und überfielen Banken.

Kriegserklärung an Regierung

General Alexander Yano sprach von einer «faktischen Kriegserklärung» der Rebellen an die Regierung. Der Generalstabschef sagte vor Journalisten in Manila, die Streitkräfte würde militärische Massnahmen ergreifen, diese Gewalttaten zu stoppen.

Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen auf der südlichen Insel Mindanao hatten vor zwei Wochen begonnen, nachdem das Oberste Gericht des Landes die geplante Erweiterung des von Muslimen besiedelten Gebietes gestoppt hatte.

Kampf für islamischen Staat

Nach der Entscheidung besetzten Aufständische mehrere Dörfer in der hauptsächlich von armen Bauern bewohnten Provinz. 160'000 Menschen flüchteten.

Die radikalislamische Organisation kämpft seit 30 Jahren für einen unabhängigen islamischen Staat im Süden des überwiegend katholischen Landes. Mit 12'000 Mitgliedern ist sie die grösste Rebellengruppe der Philippinen.

(SDA)

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