Zum Hauptinhalt springen

Nordkorea begrüsst den Papst mit Raketen

Kurz vor der Ankunft von Papst Fanziskus in Seoul feuerte Nordkorea Kurzstreckengeschosse ins Meer.

Ist in Seoul gelandet: Papst Franziskus wird von der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye (links) willkommen geheissen. (14. August 2014)
Ist in Seoul gelandet: Papst Franziskus wird von der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye (links) willkommen geheissen. (14. August 2014)
Reuters

Nordkorea hat am Donnerstag nach südkoreanischen Angaben erneut Kurzstreckengeschosse ins Meer gefeuert. Die Projektile seien von der Küstenstadt Wonsan aus abgeschossen worden und 220 Kilometer weit geflogen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit.

Der mutmassliche Test sei fast eine Stunde vor dem Eintreffen von Papst Franziskus in Südkorea erfolgt. Es ist der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts in dem Land seit 25 Jahren.

Papst in Seoul angekommen

Seit Jahresbeginn hat Nordkorea ungewöhnlich viele Raketen- und Artillerietests ausgeführt. Hintergrund ist die Empörung Pyongyang über anhaltende Militärübungen zwischen den USA und Südkorea. In den kommenden Tagen sollen neue Manöver stattfinden.

Papst Franziskus ist am Donnerstagmorgen zu einem fünftägigen Besuch in Südkorea eingetroffen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche landete um 10.15 Uhr (Ortszeit, 03.15 MESZ) in Incheon. Auf dem etwa 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Seoul gelegenen Flughafen wurde der Papst von Präsidentin Park Geun-hye empfangen.

Zehn Prozent Katholiken in Südkorea

Während seiner ersten Asienreise will Franziskus unter anderem an das Schicksal der ersten Katholiken in dem Land erinnern. Bei einer Messe in der Hauptstadt Seoul sollen 124 gefolterte und getötete Katholiken seliggesprochen werden. Bis zu eine Million Besucher werden zu der Zeremonie auf dem zentralen Gwanghwamun-Platz erwartet.

Ein weiterer Gottesdienst ist der Aussöhnung zwischen Süd- und Nordkorea gewidmet. Offizieller Anlass der ersten Asienreise eines Papstes seit 15 Jahren sind die Jugendtage der asiatischen Katholiken.

In Südkorea sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung katholisch. Asienweit liegt ihr Anteil bei lediglich 3,2 Prozent, allerdings mit steigender Tendenz. Nach Angaben von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin will der Papst seinen Besuch in Südkorea nutzen, um sich an die Menschen in allen asiatischen Länder zu wenden.

sda/AP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch