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Nordkorea feuert drei Raketen in 30 Minuten ab

Das Regime um Kim Jong-un hat ungeachtet aller Warnungen offenbar erneut Raketen getestet – teilweise ohne Erfolg.

Ist mit seinem US-Amtskollegen Rex Tillerson in Kontakt: Der türkische Aussenminister Mevlut Cavusoglu. (Archivbild)
Ist mit seinem US-Amtskollegen Rex Tillerson in Kontakt: Der türkische Aussenminister Mevlut Cavusoglu. (Archivbild)
Adem Altan, AFP
Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown von den Demokraten unterzeichnete am Freitag eine entsprechende Regelung, die Kalifornien zum sogenannten «Sanctuary State» macht. Der Bundesstaat begrenzt die Zusammenarbeit der Polizei mit den Bundesbehörden, wenn letztere illegale Einwanderer aufspüren wollen. (9. Juni 2010)
Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown von den Demokraten unterzeichnete am Freitag eine entsprechende Regelung, die Kalifornien zum sogenannten «Sanctuary State» macht. Der Bundesstaat begrenzt die Zusammenarbeit der Polizei mit den Bundesbehörden, wenn letztere illegale Einwanderer aufspüren wollen. (9. Juni 2010)
AP Photo/Damian Dovarganes, AFP
Die Finanzmärkte reagieren bei Eskalationen der Atomkrise nervös: Nach der Warnung des US-Präsidenten sackte der Dow Jones vor Börsenschluss ab. (8. August 2017)
Die Finanzmärkte reagieren bei Eskalationen der Atomkrise nervös: Nach der Warnung des US-Präsidenten sackte der Dow Jones vor Börsenschluss ab. (8. August 2017)
Bryan R. Smith, AFP
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Nordkorea hat ungeachtet aller Warnungen erneut Raketen abgeschossen. Nach Angaben der US-Armee handelte es sich um drei Kurzstreckenraketen. Eine Rakete sei unmittelbar nach dem Start explodiert, die zwei anderen Raketen seien rund 250 Kilometer weit geflogen.

Neue Provokation: Nordkorea feuert drei Raketen in 30 Minuten ab. (Video: Tamedia/AFP)

Das US-Militär korrigierte damit erste Angaben, wonach zwei Raketen während des Fluges abgestürzt seien. Die Raketen hätten weder eine Gefahr für das nordamerikanische Festland dargestellt, noch für die Pazifikinsel Guam, auf der die USA einen Luftwaffenstützpunkt unterhalten, teilte Dave Benham, Sprecher des US-Pazifikkommandos, in Washington mit.

Die Raketenstarts erfolgten der US-Armee zufolge nahe Kittaeryong über einen Zeitraum von 30 Minuten. Das südkoreanische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, Nordkorea habe am Samstagmorgen «nicht identifizierte Geschosse» abgefeuert, die rund 250 Kilometer weit geflogen seien.

Kim: USA in Reichweite

Nordkorea hatte im Juli zwei Interkontinentalraketen getestet, die nach Angaben der Regierung Ziele auf dem US-Festland erreichen können. Daraufhin verschärfte sich der Ton zwischen Washington und Pyongyang deutlich. Am Mittwoch meldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, Machthaber Kim Jong-un habe angeordnet, mehr Raketentriebwerke und Raketensprengköpfe herzustellen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sagte nach dem Test, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UNO-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

«Feuer und Wut»

Nordkorea hatte mit einem Angriff auf das US-Aussengebiet Guam im Pazifik gedroht, allerdings halten Nordkorea-Experten das für unwahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin angekündigt, militärische Provokationen aus Pyongyang mit «Feuer und Wut» beantworten zu wollen.

US-Aussenminister Rex Tillerson hatte sich zuletzt aber erleichtert darüber gezeigt, dass Nordkorea seit der Verhängung der neuen Sanktionen in diesem Monat keine «neuen Provokationen» unternommen habe.

Pyongyang, das Washington eine feindselige Politik unterstellt, arbeitet an der Entwicklung von Raketen, die einen Atomsprengkopf bis in die USA tragen können. Ballistische Raketen sind in der Regel militärische Boden-Boden-Raketen, sie können je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder auch atomare Sprengköpfe befördern.

AP/SDA/roy

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