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Nordkoreanischer Satellit umkreist die Erde

Der von Nordkorea ins All beförderte Satellit bewegt sich auf einer stabilen Umlaufbahn um die Erde. Welche Aufgaben er überhaupt erfüllen soll und ob er funktioniert, ist ungewiss.

Gründliche Untersuchung: Ein Südkoreaner bei einem Wrackteil der nordkoreanischen Unha-3-Rakete in Daejeon. (Reuters/Undatierte Aufnahme, vom südkoreanischen Verteidigungsministerium am 21. Dezember 2012 veröffentlicht)
Gründliche Untersuchung: Ein Südkoreaner bei einem Wrackteil der nordkoreanischen Unha-3-Rakete in Daejeon. (Reuters/Undatierte Aufnahme, vom südkoreanischen Verteidigungsministerium am 21. Dezember 2012 veröffentlicht)
Reuters
Die erste Stufe der Rakete stürzte ins Gelbe Meer: Südkoreanische Soldaten ziehen einen mutmasslichen Treibstofftank der Rakete aus dem Wasser. (12. Dezember 2012)
Die erste Stufe der Rakete stürzte ins Gelbe Meer: Südkoreanische Soldaten ziehen einen mutmasslichen Treibstofftank der Rakete aus dem Wasser. (12. Dezember 2012)
Keystone
Lenkt seit kurzem die Geschicke seiner Nation: Der nordkoreanische Führer Kim Jong-un. (15. April 2012)
Lenkt seit kurzem die Geschicke seiner Nation: Der nordkoreanische Führer Kim Jong-un. (15. April 2012)
Keystone
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Der in den Orbit geschossene nordkoreanische Satellit umkreist die Erde offenbar ohne Probleme. Die Umlaufbahn des Satelliten sei normal, ob er auch funktioniere und welche Aufgabe er überhaupt erfülle, sei aber unklar, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Es könne bis zu zwei Wochen dauern, bis man feststellen kann, ob ein Satellit nach dem Start richtig arbeite, sagte Ministeriumssprecher Kim Min Seok.

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat China derweil eine «umsichtige» Reaktion gefordert. Jegliche Reaktion «sollte umsichtig und angemessen sein und zu Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel beitragen», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking. Eine Eskalation müsse verhindert werden. Schärferen Sanktionen gegen Nordkorea erteilte China eine Absage. In einem Leitartikel der amtlichen chinesischen Zeitung «Global Times» hiess es, Chinas Einfluss auf die Länder in der Region sei «begrenzt». «Das wirkliche Problem ist, dass Chinas Macht nicht ausreicht, um auf die Lage seiner Nachbarn einzuwirken», schreibt das englischsprachige Blatt freimütig.

«China wäre lieber Vermittler»

Zugleich warnt der Kommentar vor einer Verschlechterung der Sicherheitslage in der Region. Eine «revolutionäre Neuausrichtung» der Politik Chinas in der Region würde ein «Signal der Inkonsequenz aussenden und könnte die Lage explodieren lassen». «China wäre lieber Vermittler, aber niemand nimmt zur Kenntnis, was es sagt», heisst es in dem Artikel. Peking hatte den nordkoreanischen Raketentest zuvor bereits «bedauert» und ihn im UNO-Sicherheitsrat mit verurteilt. Vor allem die USA, Japan und Südkorea drängen auf schärfere Sanktionen gegen Pyongyang.

Der Test verstösst laut Sicherheitsrat gegen die UNO-Resolution 1874. Diese war nach einem nordkoreanischen Atomwaffentest im Jahr 2009 verabschiedet worden und verbietet dem Land den Test von Langstreckenraketen. ab. Der Westen vermutet hinter dem Start einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Ungeachtet der internationalen Kritik betonte Pyongyang am Mittwoch sein «legitimes Recht, Satelliten ins All zu befördern».

dapd/mw

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