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Petraeus redet Klartext – Obama ist verärgert

Zwischen US-Präsident Barack Obama und seinen Militärs zeichnet sich ein Konflikt über den geplanten Truppenabzug aus Afghanistan ab. Das Weisse Haus beharrt darauf, die ersten Soldaten ab Juli 2011 abzuziehen.

Hat in ein Wespennest gestochen: US-General David Petraeus kauft Brot in Kabul, Afghanistan.
Hat in ein Wespennest gestochen: US-General David Petraeus kauft Brot in Kabul, Afghanistan.
Keystone

«Wenn der Präsident eine Zusage macht, denn hält er sie auch ein», sagte Barack Obamas Sprecher Bill Burton. Obama reagierte damit auf Aussagen des neuen amerikanischen Kommandeurs am Hindukusch, David Petraeus, der vor einem zu schnellen Rückzug gewarnt hatte.

Man dürfe im Kampf gegen die Taliban nichts überstürzen, da man sonst den Erfolg riskiere, hatte Petraeus in mehreren Interviews gesagt. Der Krieg sei zäh und von einem ständigen «Auf und Ab» geprägt.

Daher sei es viel zu früh, um abschätzen zu können, wann er beendet werden könnte, sagte Petraeus. Der von Präsident Obama genannte Termin für den Abzug erster US-Soldaten sei deshalb seiner Meinung nach nicht in Stein gemeisselt.

Vom Plan wird nicht abgerückt

Wie Obama, widersprach auch Verteidigungsminister Robert Gates seinem Oberbefehlshaber in Afghanistan öffentlich. Gates pochte gegenüber der Zeitung «Los Angeles Times» auf den Juli 2011 als Datum für den Beginn des Abzugs: Niemand stelle den Beginn des Abzugs im Juli 2011 in Frage, sagte er.

Bereits im Frühjahr kommenden Jahres könne möglicherweise mit der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen begonnen werden. Diese könnten dann zunächst in «weniger gewaltsamen Gebieten» die Kontrolle übernehmen, erklärte der US- Verteidigungsminister.

SDA/bru

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