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Proteste legen Flughafen Bangkok lahm – Tausende Touristen stecken fest

Wegen der Massenproteste der thailändischen Opposition musste der Flughafen von Bangkok heute geschlossen werden. Mindestens 3000 Touristen sitzen fest.

Hoffnung für 62 Schweizer unter den gestrandeten Touristen in Bangkok. Sie dürfen morgen heimkehren.
Hoffnung für 62 Schweizer unter den gestrandeten Touristen in Bangkok. Sie dürfen morgen heimkehren.
Keystone
Betroffen sind Touristen aus aller Welt...
Betroffen sind Touristen aus aller Welt...
Keystone
Die Situation spitzt sich im ganzen Land zu: Regierungsgegner und Staatsbeamte oder Regierungsanhänger bekämpfen sich mit immer schärferen Mitteln.
Die Situation spitzt sich im ganzen Land zu: Regierungsgegner und Staatsbeamte oder Regierungsanhänger bekämpfen sich mit immer schärferen Mitteln.
Keystone
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Die Massenproteste gegen die thailändische Regierung haben heute am internationalen Flughafen Tausende von Touristen getroffen. Der Flughafen bleibe den ganzen Tag geschlossen, sagte ein Flughafenvertreter.

Bereits am Morgen sassen 3000 Reisende fest. Im Laufe des Tages drohten es unzählige mehr zu werden. Ein Sprecher der hinter den Protesten stehenden Volksallianz für die Demokratie (PAD) verkündete, dass der Flughafen komplett von den Regierungsgegnern kontrolliert werde.

Alle Fluggesellschaften müssten bei der PAD direkt um Start- und Landegenehmigungen bitten. Von den Protesten waren auch Verbindungen nach Europa betroffen, davon mindestens ein Flug nach Zürich. Thailand ist die zweithäufigste Übersee-Reisedestination der Schweizer.

Seit 4 Uhr morgens keine Flüge mehr

Die Situation am internationalen Flughafen war in der Nacht eskaliert, Regierungsgegner stürmten das Gebäude. Nach Angaben von Flughafenchef Saereerat Prasutanont wurde der Flughafen am Mittwochmorgen um 4 Uhr Ortszeit für alle Starts und Landungen gesperrt.

«Ich wurde von Thai Airways informiert, dass im Moment 3000 Passagiere festsitzen», sagte er am Vormittag. Später sagte ein Flughafenvertreter, die ursprünglich nur bis Mittag geltende Sperrung werde mindestens bis zum Abend verlängert.

Das Personal hat den Flughafen verlassen

Vor den verlassenen Check-in-Schaltern campierten entnervte Reisende mit ihrem Gepäck. «Wir haben die ganze Nacht hier verbracht, nachdem das ganze Personal weggerannt ist. Niemand ist da, um uns zu helfen», sagte eine Touristin aus Florida.

Singapore Airlines und einige andere Fluggesellschaften kündigten an, Bangkok vorerst nicht mehr anzufliegen. Australien und Neuseeland riefen ihre Staatsbürger in Thailand zu grösster Vorsicht auf.

Verletzte bei Explosion

Vor dem Flughafen blieb die Lage äusserst gespannt. Nach Angaben der Rettungskräfte kam es zu einer Explosion. Zwei lokale Fernsehsender berichteten, dass eine Granate in die Regierungsgegner geflogen sei. Dabei habe es drei Verletzte gegeben. Auch in zwei anderen Vierteln der Hauptstadt kam es zu Granatenanschlägen.

Die Demonstranten wollen mit ihren Aktionen den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Somchai Wongsawat erzwingen. Dem Ministerpräsidenten wird von seinen Gegnern vorgeworfen, ein korrupter Handlanger seines 2006 vom Militär als Regierungschef gestürzten Schwagers Thaksin Shinawatra zu sein.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung wurden in den vergangenen Wochen bereits mehrere Menschen getötet.

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