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Sarkozy zu Besuch in Indien

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist mit einer riesigen Wirtschaftsdelegation nach Indien gereist. Die Gespräche drehen sich um Satelliten, Kampfflugzeuge und Kernkraftwerke.

Elegant gelandet: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy steigt mit seiner Gattin Carla Bruni im indischen Bangalore aus dem Flugzeug.
Elegant gelandet: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy steigt mit seiner Gattin Carla Bruni im indischen Bangalore aus dem Flugzeug.
Keystone
Viel Andrang: Sarkozy wird von Offiziellen empfangen.
Viel Andrang: Sarkozy wird von Offiziellen empfangen.
Keystone
Weiss gekleidet: Angestellte des Forschungszentrums begrüssen die Gäste aus Frankreich.
Weiss gekleidet: Angestellte des Forschungszentrums begrüssen die Gäste aus Frankreich.
Keystone
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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist am Samstag zu einem viertägigen Besuch in Indien eingetroffen. Er besuchte die Weltraum-Forschungsorganisation in Bangalore, wo indische und französische Wissenschaftler gemeinsam einen Satelliten zur Überwachung des Klimawandels entwickeln.

Auf seiner Reise wird Sarkozy vom Verteidigungsminister, der Aussenministerin und der Finanzministerin sowie rund 60 Vorständen französischer Unternehmen begleitet. Französische Nuklearfirmen hoffen auf Aufträge, nachdem Indien den Bau von fast 20 neuen Atomkraftwerke angekündigt hat.

Unterzeichnung in den nächsten Tagen

Der Atomkonzern Areva gehört zu den Favoriten für den Bau von zwei Kraftwerken im Westen Indiens. Der Vertrag zwischen Areva und der indischen Atomkraftgesellschaft werde wahrscheinlich noch während Sarkozys Besuch unterzeichnet, hiess es aus Kreisen des indischen Aussenministeriums.

Auch die Rüstungsindustrie hofft auf neue Aufträge aus Indien. Französische Unternehmen verhandeln derzeit über die Nachrüstung von 51 Kampfflugzeugen vom Typ «Mirage-2000». Zudem hat Indien angekündigt 126 Kampfflugzeuge und 200 Hubschrauber zu kaufen. Verteidigungsexperten gehen davon aus, dass die Regierung in Neu-Delhi zwischen 2012 und 2022 rund 80 Milliarden Dollar (60,3 Milliarden Euro) in die Modernisierung ihrer Streitkräfte investieren wird.

Unterstützung für ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat bekräftigt

Bereits vor seinem Treffen mit dem indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh am kommenden Montag bekräftigte Sarkozy seine Unterstützung für einen ständigen Sitz Indiens im UN-Sicherheitsrat. Um das Gremium den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts anzupassen, sollten auch Brasilien, Deutschland, Japan sowie einige afrikanische und arabische Staaten Mitglieder des Sicherheitsrats werden, sagte Sarkozy am Samstag.

Nach Angaben seines Pariser Büros will Sarkozy im Gespräch mit Singh vor allem um Unterstützung für seine Pläne zur Reform der G-20 werben. Frankreich übernimmt in diesem Monat die Präsidentschaft der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer und will die internationale Währungspolitik reformieren und Wechselkursschwankungen eindämmen.

dapd/jak

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