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Um 2 Uhr stürmte die Polizei das Café – 16 Stunden Drama im Zeitraffer

Was rund um die Geiselnahme im Café Lindt in Sydney passierte.

Hätten ihre Leben gerettet werden können? Die Bilder der getöteten Geiseln von Sydney in einem Blumenmeer. (18. Dezember 2014)
Hätten ihre Leben gerettet werden können? Die Bilder der getöteten Geiseln von Sydney in einem Blumenmeer. (18. Dezember 2014)
Reuters
Laut dem australischen Premierminister Tony Abbott ein «tief verstörtes Individuum»: Man Haron Monis, der Geiselnehmer im Lindt-Café von Sydney, hier in einer Archivaufnahe vom 18. April 2011.
Laut dem australischen Premierminister Tony Abbott ein «tief verstörtes Individuum»: Man Haron Monis, der Geiselnehmer im Lindt-Café von Sydney, hier in einer Archivaufnahe vom 18. April 2011.
AAP Image, Dean Lewins, Keystone
Die Menschen von Sydney verfolgen hinter der Polizeiabsperrung die Geiselnahme. (15. Dezember 2014)
Die Menschen von Sydney verfolgen hinter der Polizeiabsperrung die Geiselnahme. (15. Dezember 2014)
Reuters
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Montag9.45 Uhr(Ortszeit): Die Polizei wird zum Café des Schokoladenherstellers Lindt am Martin Place in der Innenstadt von Sydney gerufen. Erste Berichte, es könnte sich um einen bewaffneten Raubüberfall handeln, bestätigen sich nicht.

10.10 Uhr: Australische Fernsehsender zeigen Aufnahmen von Geiseln in demCafé, die ihre Arme hochhalten und die Hände gegen ein Fenster des Cafés gedrückt halten. Kurze Zeit später erscheinen zwei Geiseln am Fenster, die eine schwarze Flagge mit weisser arabischer Schrift halten.

10.30 Uhr: Bewaffnete Polizisten versammeln sich vor dem Café. Umliegende Gebäude werden evakuiert.

12.30 Uhr: Premierminister Tony Abbott verspricht im Fernsehen eine gründliche Polizeireaktion auf den Zwischenfall.

Gegen 16 Uhr: Drei Männer flüchten aus dem Notausgang des Cafés und rennen auf die Polizei zu. Einer von ihnen trägt eine Lindt-Schürze. Es handelt sich offenbar um einen Angestellten des Cafés.

Gegen 17 Uhr: Zwei Frauen rennen aus der gleichen Seitentür in die Arme von Polizisten. Beide tragen Lindt-Schürzen.

18 Uhr: Abbott teilt mit, der Geiselnehmer habe von einer «politischen Motivation» gesprochen. Er verweist aber nicht auf Sorgen vor einem möglichen Terroranschlag.

18.30 Uhr: Die stellvertretende Polizeichefin Catherine Burn sagt, die Polizei führe «heikle Verhandlungen», die Diskretion voraussetzten. Sie will nicht sagen, ob zum Geiselnehmer ein direkter Kontakt hergestellt worden sei. Auch zur Zahl der festgehaltenen Geiseln oder der Taktik der Behörden bei dem Geiseldrama macht sie keine genaueren Angaben.

20.15 Uhr: Polizeichef Andrew Scipione erklärt es zur Priorität der Polizei, jeden sicher aus dem Café zu holen. Er will nicht über die Motive des Bewaffneten oder einen möglichen terroristischen Zusammenhang spekulieren.

21 Uhr: Die Beleuchtung im Café wird ausgeschaltet. Polizisten vor dem Gebäude ziehen Nachtsichtbrillen auf.

Dienstag

2 Uhr: Die Polizei beginnt mit der Geiselbefreiung. Ein lauter Knall ist zu hören, kurz darauf flüchten fünf weitere Geiseln aus dem Gebäude. Eine Spezialeinheit der Polizei stürmt das Café.

2.44 Uhr: Die Polizei meldet über Twitter, dass der Einsatz nach fast 17 Stunden beendet ist.

5.30 Uhr: Die Polizei bestätigt den Tod von drei Personen: zwei Geiseln - ein 34-jähriger Mann und eine 38 Jahre alte Frau - und der 50-jährige Täter. Vier weitere Personen sind verletzt.

SDA

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