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US-Drohnen-Angriff in Pakistan

Beim Angriff einer mutmasslichen US-Drohne sind in Pakistan nach Geheimdienstangaben bis zu 20 Menschen getötet worden.

«Zwei Raketen wurden auf zwei Häuser in Schakai abgefeuert und töteten bis zu 20 Kämpfer», sagte ein Vertreter des pakistanischen Geheimdienstes am Sonntag. Schakai befindet sich in der Region Süd-Wasiristan, die als eine Hochburg der radikal-islamischen Al-Kaida gilt. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, es habe keine Informationen über den Vorgang.

In den vergangenen Monaten hat es wiederholt grenzüberschreitende Einsätze der US-Streitkräfte auf pakistanischem Gebiet gegeben. Viele Pakistaner kritisieren dies als Verletzung der Souveränität des Landes. Oppositionspolitiker haben in diesem Zusammenhang ein Ende der pakistanischen Unterstützung für den von den USA ausgerufenen Kampf gegen den Terrorismus gefordert.

Bruder des Taliban-Chefs erschossen

Nach Polizeiangaben wurde am Sonntag Yahya bin Haroon, der Bruder des pakistanischen Taliban-Chefs Baitullah Mehsud erschossen. Die Leiche des 35-Jährigen sei später in einem Strassengraben gefunden worden.

Yahya bin Haroon sei am Sonntagmorgen von Bewaffneten aus seiner Heimatstadt in der Nähe von Bannu im Nordwesten des Landes entführt worden, sagte ein hochrangiger Polizeibeamter. Er sei durch fünf Kugeln in Kopf und Rücken getötet worden. Das Motiv ist noch unklar.

Nach Angaben von Anwohnern war Yahya nicht an Taliban- Aktivitäten beteiligt. Hinter dem Mord könnten trotzdem Feinde seines Bruder Mehsud stecken.

Mehsuds Taliban-Organisation Tehreek-e-Taliban (TTP) wird für zahlreiche Selbstmordanschläge in Pakistan mit hunderten Toten verantwortlich gemacht, darunter der Mord an Ex-Regierungschefin Benazir Bhutto. Sie hat ihr Hauptquartier in der Unruheprovinz Süd-Waziristan, die an der Grenze zu Afghanistan liegt.

Seit Wochen Kämpfe

Bei den seit Wochen anhaltenden Gefechten zwischen der pakistanischen Armee und radikal-islamischen Extremisten wurden in den Stammesgebieten im Nordwesten des Landes sind am Sonntag mindestens acht Aufständische getötet.

Wie der Sender Aaj berichtete, zerstörten Sicherheitskräfte mehrere Stellungen der Rebellen in der halbautonomen Region Bajaur. Den Angaben zufolge wurden bei der Militäroperation auch Kampfhelikopter eingesetzt.

Seit Beginn der Offensive in Bajaur Anfang August starben nach Armeeangaben mindestens 1500 Aufständische und mehr als 70 Soldaten sowie Angehörige paramilitärischer Einheiten. Etwa 250 000 Zivilisten wurden vertrieben.

Die Region an der Grenze zu Afghanistan gilt als Rückzugsraum für Taliban-Kämpfer und Al-Kaida-Terroristen, die im Nachbarland Anschläge gegen die internationalen Truppen verüben.

SDA/cpm

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