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Wie gehts nun weiter mit Beat Richners Spitälern?

Der Zürcher Kinderarzt gründete und betrieb fünf Spitäler in Kambodscha. Deren finanzielle Zukunft soll auch nach Richners Tod gesichert sein.

Ein Leben für die Kinder: Beat Richner 2001 im Kinderspital Jayavarman VII in Siem Reap.
Ein Leben für die Kinder: Beat Richner 2001 im Kinderspital Jayavarman VII in Siem Reap.
Gary Kieffer, Keystone

Der Kinderarzt Beat Richner, der das Leben hunderttausender Kinder gerettet hat, ist mit 71 Jahren einer schwerer Krankheit erlegen.

Beat Richner ist einer schweren Krankheit erlegen. (Video: Keystone/SRF/Tamedia)

Die Leitung seiner fünf Spitäler in Kambodscha musste Richner jedoch bereits im Frühling 2017 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und in die Schweiz zurückkehren. Seine Stiftung hatte mitgeteilt, dass er an einer seltenen und unheilbaren Hirnerkrankung mit zunehmendem Funktions- und Gedächtnisverlust leide.

Beat Richner ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Der Zürcher baute in den Neunzigerjahren mehrere Kinderspitäler in Kambodscha. (18. Mai 2007)
Beat Richner ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Der Zürcher baute in den Neunzigerjahren mehrere Kinderspitäler in Kambodscha. (18. Mai 2007)
Gaetan Bally, Keystone
Neben dem Kantha-Bopha-Spital in Phnom Penh baute seine Stiftung noch vier weitere Kinderspitäler: Beat Richner untersucht mit dem Stethoskop einen jungen Patienten (Februar 2001).
Neben dem Kantha-Bopha-Spital in Phnom Penh baute seine Stiftung noch vier weitere Kinderspitäler: Beat Richner untersucht mit dem Stethoskop einen jungen Patienten (Februar 2001).
Gary Kieffer, Keystone
Richner war auch leidenschaftlicher Cellist. Er spielte unter dem Namen «Beatocello», hier 1986 an einem Konzern in Bern.
Richner war auch leidenschaftlicher Cellist. Er spielte unter dem Namen «Beatocello», hier 1986 an einem Konzern in Bern.
Ueli Hiltpold, Keystone
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Im April 2018 hat der kambodschanische Premierminister Hun Sen den Trust Fonds «Kantha Bopha Kambodscha» gegründet. Damit soll die finanzielle Zukunft der fünf Spitäler abgesichert und der Zugang zu internationalen Hilfsgeldern ermöglicht werden.

Zusätzliche Funktion eines Sicherungsfonds

Der Trust Fonds ist mit einem Startkapital von 10 Millionen Dollar dotiert. Weitere Mittel sollen durch Spenden und durch Beiträge kambodschanischer Mitglieder hinzu kommen. Folglich ist ein Ziel des Trust Fonds, für die Kantha-Bopha-Spitäler noch mehr lokale Spenden in Kambodscha zu generieren.

Zudem habe «Kantha Bopha Kambodscha» die Funktion eines Sicherungsfonds, wie es in der Mitteilung der Stiftung Kinderspital Kantha Bopha vom Sonntag heisst: «Falls in Zukunft bei unserer Stiftung ein Spendenrückgang und damit ein finanzieller Engpass bei der Finanzierung der Spitäler eintreten sollte.»

Darüber hinaus zeigen die Kinderspitäler ein Interesse an internationalen Hilfsgeldern. Entsprechend soll der Trust Fonds als Türöffner bei Organisationen wie der Weltbank oder den Asean-Staaten dienen.

Premierminister Hun Sen amtet als Ehrenpräsident des Trust Fonds; Vorsitzender ist der kambodschanische Finanzminister. Die operative Leitung der Kantha-Bopha-Spitäler bleibe weiterhin vollumfänglich bei der Schweizer Stiftung, wie in der Mitteilung versichert wird.

(SDA)

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