Zum Hauptinhalt springen

«Wo ist meine Tochter, Herr Präsident?»

Der Bürgerkrieg in Sri Lanka ist seit 2009 be­endet. Doch aufgeklärt sind die Verbrechen von damals nicht. Nun wollen Angehörige von Verschwundenen Antworten von der Regierung.

Zusammen mit anderen Müttern, Ehefrauen, Brüdern, Vätern protestiert Jeyavanitha Kasippillai (im gold-pinken Sari) gegen die Re­gierung, weil  ihre Verwandten auch acht Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs verschwunden sind.
Zusammen mit anderen Müttern, Ehefrauen, Brüdern, Vätern protestiert Jeyavanitha Kasippillai (im gold-pinken Sari) gegen die Re­gierung, weil ihre Verwandten auch acht Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs verschwunden sind.
Lea Stuber
«Vorne links ist Jeromy»: Jeyavanitha Kasippillai erkannte 2015 ihre verschwundene Tochter aufeinem Wahlkampffoto des heutigen Präsidenten Sirisena.
«Vorne links ist Jeromy»: Jeyavanitha Kasippillai erkannte 2015 ihre verschwundene Tochter aufeinem Wahlkampffoto des heutigen Präsidenten Sirisena.
Lea Stuber
Sri Lanka
Sri Lanka
Grafik dc/ Quelle Google Maps
1 / 3

An einem drückend heissen Sonntag im Juli macht Jeyavani­tha Kasippillai, was sie seit 150 Tagen tut. Sie sitzt in einer kleinen Hütte mit Wellblechdach am lärmigen Highway Kandy–Jaffna und protestiert. In der Hand hält sie ein abgegriffenes Foto von Jeromy, ihrer Tochter. Ein Mädchen im glänzend-rosa Sari, mit goldenem Schmuck an den Armen und um den Hals, lächelt selbstbewusst in die Kamera.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.