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Libysche Ölproduktion drastisch eingebrochen

Seit die Lage in Libyen eskalierte, ist die Förderung nahezu auf allen Ölfeldern zum Erliegen gekommen oder stark reduziert. Derweil sind Ghadhafis Truppen offenbar auf dem Vormarsch in Richtung Bengasi.

Ghadhafis Truppen in der Offensive: Rebellen und Zivilisten fliehen aus Ajdabiyah.
Ghadhafis Truppen in der Offensive: Rebellen und Zivilisten fliehen aus Ajdabiyah.
Reuters
Der libysche Machthaber Ghadhafi droht in einer TV-Ansprache den Aufständischen im Osten des Landes. (15. März 2011)
Der libysche Machthaber Ghadhafi droht in einer TV-Ansprache den Aufständischen im Osten des Landes. (15. März 2011)
AFP
Medizinischer Notstand in Ras Lanuf: Ärzte kümmern sich in einem Spital um einen Verletzten. (8. März 2011)
Medizinischer Notstand in Ras Lanuf: Ärzte kümmern sich in einem Spital um einen Verletzten. (8. März 2011)
AFP
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Nach Angaben des staatlichen Ölkonzerns National Oil ist die Ölproduktion in Libyen drastisch zurückgegangen. Konzernchef Schukri Ghanem sagte, er habe zudem den italienischen Ölkonzern Eni um Hilfe bei der Bekämpfung eines Feuers in einer Ölanlage bei Ras Lanuf gebeten. Seit die Lage in Libyen eskalierte, ist die Produktion nahezu auf allen Ölfeldern zum Erliegen gekommen oder stark reduziert worden. Derzeit wird nur noch etwa ein Drittel der üblichen 1,6 Millionen Barrel Öl täglich gefördert.

Ghadhafi-Truppen auf dem Vormarsch

Die libysche Luftwaffe hat heute die von Rebellen gehaltene Stadt Adschdabija angegriffen. Kampfflugzeuge hätten Waffenlager in der Stadt bombardiert, um die Gegner von Machthaber Muammar al-Ghadhafi von Nachschublieferungen zur nahegelegenen Front abzuschneiden, sagte ein Vertreter der Rebellen.

Bei dem Angriff habe es auch Verletzte gegeben. Adschdabija liegt östlich der Hafenstadt Brega, wo sich Truppen Gaddafis und die Rebellen am Sonntag erbitterte Gefechte lieferten. Der Hafen werde aber weiter von den gegnerischen Kämpfern kontrolliert, sagte der Rebellenvertreter.

Diplomatische Bemühungen der USA

Die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton will sich heute in Paris mit Vertretern der libyschen Opposition treffen. Zentrales Thema dürfte die von der Arabischen Liga am Samstag befürwortete Flugverbotszone über Libyen sein.

Die USA und einige andere westliche Staaten zögern aber, sich klar zu einer Taktik zu bekennen, die von ihnen die Ausschaltung der libyschen Flugabwehr verlangen würden – und damit den Eintritt in einen weiteren Krieg.

dapd/pbe

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