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Libysche Soldaten fliehen nach Tunesien

Fast 30 Kämpfer von Ghadhafi sind vor den Kriegswirren in ihrem Land nach Tunesien geflohen, darunter auch ranghohe Offiziere. Laut einem tunesischen Militärsprecher ist dies kein Einzelfall.

Haben zwei weitere Städte eingenommen: Libysche Rebellen in der Stadt Sawija. (19. August 2011)
Haben zwei weitere Städte eingenommen: Libysche Rebellen in der Stadt Sawija. (19. August 2011)
Keystone
Dingfest gemacht: Rebellen haben in Sawija einen Heckenschützen der libyschen Armee festgenommen. (16. August 2011)
Dingfest gemacht: Rebellen haben in Sawija einen Heckenschützen der libyschen Armee festgenommen. (16. August 2011)
Keystone
Die Nato intensiviert ihre Angriffe: Die Bilder wurden von einem Jet der britischen Royal Air Force aufgenommen. (6. Mai 2011)
Die Nato intensiviert ihre Angriffe: Die Bilder wurden von einem Jet der britischen Royal Air Force aufgenommen. (6. Mai 2011)
Keystone
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Wie die amtliche tunesische Nachrichtenagentur TAP am Mittwoch meldete, trafen 27 Soldaten, darunter auch ranghohe Offiziere, am Dienstag zusammen mit 14 Zivilisten in zwei Booten im tunesischen Hafen Ketf nahe der libyschen Grenze ein.

Einem tunesischen Militärsprecher zufolge haben in den vergangenen Wochen viele Soldaten Machthaber Muammar al-Ghadhafi den Rücken gekehrt und sind nach Tunesien geflohen. Sie seien an «einem sicheren Ort», sagte Mochtar Ben Nasr, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Zahl der Flüchtlinge sei in den vergangenen Tagen gestiegen. Allein am Montag und Dienstag hätten 6330 Menschen Libyen verlassen und in Tunesien Zuflucht gesucht.

Nächtliche Angriffe auf Tripolis

Das Militärbündnis hat zwei weitere Ziele in der libyschen Hauptstadt Tripolis angegriffen. Über der Stadt Slitan warf die Nato indes Flugblätter ab und forderte die Truppen darin auf, den Kampf zu beenden. Auf den Flugblättern waren das Symbol der Nato sowie Bilder von einem Kampfhubschrauber und einem brennenden Panzer zu sehen. «Es gibt keinen Ort, um sich zu verstecken. Es ist nicht zu spät, den Kampf zu beenden», hiess es in den Schreiben. «Wenn ihr weiter Zivilpersonen bedroht, werdet ihr vernichtet.» Kampfflugzeuge der Nato haben gestern Abend mindestens zwei weitere Ziele im libyschen Tripolis angegriffen. Ob es bei den Luftangriffen kurz vor Mitternacht Opfer gab, war zunächst nicht bekannt.

Kämpfer der Rebellen rückten zuletzt entlang der Mittelmeerküste auf Slitan vor. Sie wurden nach eigenen Angaben aufgefordert, sich auf frühere Stellungen zurückzuziehen, da die Nato Luftangriffe plane. Slitan liegt 135 Kilometer von den östlichen Vororten von Tripolis entfernt.

dapd/wid

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