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Nato zerstört Ghadhafis Munitionslager

Nach Kritik der Aufständischen an ihrem Einsatz berichtet die Allianz erstmals ausführlich über Angriffe – und publiziert Bilder von den Attacken.

Kampfflugzeuge der Nato haben in Libyen Munitionslager und zahlreiche Panzerfahrzeuge der Regierung von Revolutionsführer Muammar al-Ghadhafi zerstört. Dies teilte der Kommandant des internationalen Militäreinsatzes, der kanadische General Charles Bouchard, am Samstagabend in seinem Hauptquartier in Neapel mit.

Gut eine Woche nach der Übernahme der Verantwortung für den Militäreinsatz berichtete die NATO erstmals ausführlicher über militärische Erfolge. Die Widerstandskämpfer in Libyen hatten zuletzt eine zu geringe Schlagkraft der NATO beklagt.

Die NATO zerstörte nach eigenen Angaben am Freitag und Samstag Munitionslager im Osten der Hauptstadt Tripolis. «Ausserdem haben unsere Flugzeuge einen erheblichen Prozentsatz der Panzerfahrzeuge der libyschen Regierung zerstört», heisst es in der Erklärung Bouchards.

«Indem wir diese schweren Waffen beseitigen, verringern wir die Fähigkeit des Ghadhafi-Regimes zu Angriffen auf die örtliche Bevölkerung.» Einige der Panzerfahrzeuge seien beim Beschuss der Hafenstädte Misrata und Adschabija eingesetzt gewesen.

Menschen als Schutzschild

NATO-Piloten hätten bei Misrata einen Panzer zerstört, was zur Flucht von Ghadhafi-Truppen geführt habe. Daraufhin sei es gelungen, eine ganze Reihe von Panzerfahrzeugen «bei minimalem Verlust an Menschenleben» zu zerstören.

«Wir werden nicht immer in der Lage sein, den Verlust von Menschenleben zu begrenzen, aber die Streitkräfte des Regimes sollten wissen, dass sie dann, wenn sie diese Fahrzeuge weiter benutzen und ihr Volk angreifen, zum Ziel werden», erklärte Bouchard.

Ghadhafi benutze weiterhin die eigene Bevölkerung als Schutzschild für schwere Waffen, indem er diese nahe bei Wohngebäuden und Moscheen stationiere. «Soldaten wurden auch beobachtet, wie sie sich hinter Frauen und Kindern verstecken. Dieses Verhalten verstösst gegen die Prinzipien des internationalen Rechts und wird nicht toleriert», so Bouchard.

SDA/oku

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