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«Rein, raus. Sonst sterben sie»

Männer, die als erste bei Aufräumarbeiten nach einer Atomkatastrophe eingesetzt werden, heissen Liquidatoren. Beim Unfall von Tschernobyl wurden etwa 700'000 von ihnen eingesetzt. Mit unvorstellbaren Folgen.

Die Schweiz muss die alten Atomkraftwerke abstellen, sagt Kuznetzow. Am meisten Sorgen bereitet ihm das AKW Leibstadt.
Die Schweiz muss die alten Atomkraftwerke abstellen, sagt Kuznetzow. Am meisten Sorgen bereitet ihm das AKW Leibstadt.
Keystone
Der bisher schlimmste Nuklearunfall der Geschichte: Am 26. April 1986 explodierte Reaktor Nummer 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion.
Der bisher schlimmste Nuklearunfall der Geschichte: Am 26. April 1986 explodierte Reaktor Nummer 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion.
Keystone
Der Block 4 in Tschernobyl ist seit November 1986 mit einem Betondach bedeckt. Ein neuer «Sarkophag» ist in Planung.
Der Block 4 in Tschernobyl ist seit November 1986 mit einem Betondach bedeckt. Ein neuer «Sarkophag» ist in Planung.
Keystone
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Laut Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, die sich auf Angaben der japanischen Regierung beruft, beträgt die derzeitige Strahlendosis rund um das beschädigte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi bis zu 400 Millisievert pro Stunde.

Zum Vergleich: Der Grenzwert für die Normalbevölkerung beträgt gemäss dem Schweizer Kernphysiker Stephan Robinson 1 Millisievert – pro Jahr. Bei beruflich strahlenexponierten Menschen (etwa Arbeiter in Atomkraftwerken) liegt die oberste Grenze bei jährlich 20 Millisievert. Robinson geht aufgrund dieser enormen Strahlenbelastung in Japan davon aus, «dass der Reaktorkern seit Tagen im Trockenen liegt».

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