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Wie lange das AKW Fukushima noch lecken wird

Erstmals legt die Betreiberin des AKW Fukushima einen Zeitplan vor. Sie sagt, wie lange sie braucht, um das Austreten der Radioaktivität zu stoppen. Tepco bereitet sich auf Milliarden an Entschädigungszahlungen vor.

Die Reaktoren liegen grösstenteils noch offen: Mike Weightman der Untersuchungsleiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)  im AKW-Fukushima. (27. Mai 2011)
Die Reaktoren liegen grösstenteils noch offen: Mike Weightman der Untersuchungsleiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im AKW-Fukushima. (27. Mai 2011)
Keystone
Arbeit unter Hochdruck: Arbeiter im Reaktor 1. (10. Mai 2011)
Arbeit unter Hochdruck: Arbeiter im Reaktor 1. (10. Mai 2011)
Keystone
Neue Schreckensmeldung: Das Wasser vor dem Kraftwerk ist noch stärker radioaktiv verseucht. ( 8. April 2011)
Neue Schreckensmeldung: Das Wasser vor dem Kraftwerk ist noch stärker radioaktiv verseucht. ( 8. April 2011)
Reuters
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Die Betreiberfirma des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima hat einen Zeitplan für die Bewältigung der Krise vorgelegt. Das Austreten von Radioaktivität aus der Anlage im Nordosten des Landes zu stoppen, werde voraussichtlich drei Monate in Anspruch nehmen, teilte Tepco am Sonntag in Tokio mit. Für das Abkühlen der Reaktoren veranschlagte der Konzern sechs bis neun Monate.

Auch Regierungssprecher Yukio Edano sagte heute bei einem Treffen mit dem Gouverneur der Provinz Fukushima, dass die Regierung womöglich in den nächsten Tagen eine Schätzung abgeben könne, wann die Krise im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi bewältigt sein dürfte.

Vorbereitung auf Entschädigungszahlungen

Tepco erwägt unterdessen, seine Anteile am japanischen Telekommunikationskonzern KDDI zu verkaufen, um die Entschädigungen an die Opfer der Atomkrise bezahlen zu können. Wie die Wirtschaftszeitung «Nikkei»» heute unter Bezug auf informierte Kreise meldete, steht Tepco bereits mit KDDI in dieser Sache in Kontakt.

Der Betreiber der Atomruine in Fukushima hält derzeit rund 360'000 Aktien an KDDI und ist mit einem Anteil von acht Prozent der drittgrösste Anteilseigner nach Kyocera und Toyota. Die Anteile haben laut Nikkei nach derzeitigem Marktpreis einen Wert von 180 Milliarden Yen (1,9 Milliarden Franken). Es sei Tepcos zweitgrösstes Aktienpaket überhaupt.

Roboter im Einsatz

Tepco setzt inzwischen ferngesteuerte Roboter ein, um in Reaktor 3 die Strahlendosis, Temperatur und Sauerstoffkonzentration zu messen. Tepco will sicherstellen, dass Arbeiter das Reaktorgebäude betreten können. Sie wollen herausfinden, was notwendig ist, um den Reaktor wieder unter Kontrolle zu bringen.

Auch die Reaktoren Nummer 1 und 2 sollen voraussichtlich mit Robotern untersucht werden. Die Geräte sind mit beweglichen Armen ausgestattet und wurden von den USA bereitgestellt.

AFP/sda/oku

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