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Mit fünf Kampfflugzeugen gegen die Atommacht

Der Konflikt zwischen Georgien und Russland nimmt sich wie der Zweikampf zwischen einem Zwerg und einem Riesen aus.

Russicher Kriegsrat: Präsident Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin gestern in Moskau.
Russicher Kriegsrat: Präsident Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin gestern in Moskau.

Denn auch wenn Georgien seine Armee in den vergangenen Jahren aufgerüstet und modernisiert hat, sind die russischen Streitkräfte sowohl hinsichtlich der Truppenstärke als auch der Ausrüstung mehr als haushoch überlegen.

Nach den Statistiken des vom französischen Rüstungsexperten Pascal Boniface herausgegebenen Nachschlagewerks «L'Année stratégique» (Ausgabe 2007) verfügen die russischen Streitkräfte über fast hundert Mal so viele Soldaten und über ein fast 50 Mal so hohes Budget wie die georgische Armee.

Die georgischen Streitkräfte bestehen diesen Angaben zufolge aus insgesamt 11'000 Soldaten. Ihr Budget beläuft sich auf 29 Millionen Euro pro Jahr. Dagegen verfügt Moskau über etwas mehr als eine Million aktive Soldaten und lässt sich seine Streitkräfte insgesamt 12,5 Milliarden Euro jährlich kosten.

Die gewaltige Überlegenheit Russlands erstreckt sich dabei auf alle Bereiche der Streitkräfte. So besteht die georgische Luftwaffe gerade einmal aus 1500 Soldaten und 5 Kampfflugzeugen. Dem stehen auf russischer Seite 170'000 Soldaten und 1700 Kampfjets gegenüber.

Ähnlich sieht es bei den Landstreitkräften aus. Das georgische Heer umfasst laut «L'Année stratégique» 8000 Soldaten und 85 Panzerfahrzeuge, das russische Heer hat 395'000 Soldaten und 22'000 Panzerfahrzeuge.

Die Einsatzbereitschaft der georgischen Armee im Konflikt in Südossetien und Abchasien ist zudem derzeit noch dadurch geschwächt, dass sich 2000 der best ausgebildeten und ausgerüsteten Soldaten im Irak befinden. Von dort sollen sie nun aber so schnell wie möglich abgezogen werden.

(SDA)

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