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Russland greift Gori an

Der Krieg am Kaukasus eskaliert immer weiter: Russische Kampfjets und Artillerie beschiessen offenbar die georgische Stadt Gori, im Schwarzen Meer kam es zu einem Seegefecht.

Die Stadt Gori stehe unter heftigem Beschuss, sagte der Sprecher des georgischen Innenministeriums, Schota Utjaschwili, der Nachrichtenagentur AFP. Gori liegt unweit der Grenze zur abtrünnigen Provinz Südossetien. Laut Utaschwili bereiten die russischen Bodentruppen auf einen Angriff auf die Stadt vor. Kurz zuvor hatte schon der georgische Präsident Michail Saakaschwili mitgeteilt, dass russische Panzer auf georgisches Kernland vorgerückt seien.

Im Schwarzen Meer kam es zuvor zu einem Seegefecht. Dabei wurde ein georgisches Schnellboot, das als Raketenträger diente, versenkt. Das georgische Schiff habe angegriffen, «die russische Marine hat das Feuer erwidert», hiess es in einer Erklärung des Verteidigungsministerium in Moskau, die am Abend von der Nachrichtenagentur Interfax verbreitet wurde.

Saakaschwili bangt um sein Land

Der georgische Präsident Michail Saakaschwili erklärte am Abend im staatlichen Fernsehen, «die Existenz Georgiens» sei durch den Konflikt mit Russland «gefährdet». Die Bombardements der russischen Luftwaffe auf Ziele in Georgien sollten «Panik» verbreiten, sagte Saakaschwili. «Georgien will Frieden und sonst nichts.»

Die Europäische Union und die Nato berufen Sondertreffen zur Krise in Georgen ein. Noch vor dem geplanten Treffen der EU-Aussenminister am Mittwoch hat das Nordatlantische Verteidigungsbündnis eine Sondersitzung in Brüssel anberaumt. Die Nato-Staaten wollten auf Botschafterebene am Dienstag über die Lage beraten, sagte ein Diplomat in Brüssel. Die französische EU-Ratspräsidentschaft will die Aussenminister der 27 Mitgliedstaaten am Mittwoch ebenfalls in Brüssel zusammenrufen. Der Ratsvorsitzende, Frankreichs Ressortchef Bernard Kouchner, will sich zuvor in Gesprächen in Moskau und Tiflis über die Lage informieren.

SDA/cpm

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