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230 Menschen gerettet, 10'000 Euro Busse

Der Kapitän des Flüchtlingsschiffs Lifeline wurde auf Malta zu einer Geldstrafe verurteilt.

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Steht für seine Überzeugung ein: Kapitän Claus-Peter Reisch nimmt mit weiteren Mitgliedern der Hilfsorganisation Mission Lifeline bei einem Protest in Malta teil. (11. September 2018)
Steht für seine Überzeugung ein: Kapitän Claus-Peter Reisch nimmt mit weiteren Mitgliedern der Hilfsorganisation Mission Lifeline bei einem Protest in Malta teil. (11. September 2018)
Darrin Zammit Lupi, Reuters

Der Kapitän eines Flüchtlingsschiffes der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline ist auf Malta zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Claus-Peter Reisch müsse 10'000 Euro an lokale Hilfsorganisationen bezahlen, teilte Mission Lifeline am Dienstag nach dem Urteil mit.

Zu einer Gefängnisstrafe wurde Reisch nicht verurteilt. Der Kapitän aus dem bayerischen Landsberg am Lech hatte vergangenen Juni mit dem Schiff Lifeline mehr als 230 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus dem Mittelmeer gerettet. Ihm wurde vorgeworfen, ein nicht ordnungsgemäss registriertes Boot gesteuert zu haben.

Tagelang wurde das Schiff blockiert, das unter niederländischer Flagge fuhr. Es durfte erst in Malta anlegen, nachdem mehrere EU-Staaten zugesagt hatten, die Flüchtlinge aufzunehmen. Private Seenotretter sahen hinter den juristischen Ermittlungen eine politische Kampagne, um die Rettung von Migranten zu erschweren und NGOs zu kriminalisieren.

Video: Lifeline erreicht Hafen auf Malta

An Bord befanden sich 233 Migranten. (Video- Reuters)

(SDA)

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