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101 Verletzte bei Protesten gegen Sparpolitik

In Madrid haben Zehntausende gegen die Sparpolitik der Regierung protestiert. Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften forderten zahlreiche Verletzte, vor allem bei der Polizei.

24 mutmassliche Gewalttäter sind laut Polizei festgenommen worden: Ein Polizist überwältigt einen Demonstranten in Madrid. (22. März 2014)
24 mutmassliche Gewalttäter sind laut Polizei festgenommen worden: Ein Polizist überwältigt einen Demonstranten in Madrid. (22. März 2014)
Andres Kudacki, Keystone
Unzufrieden mit seinem Land: Ein Demonstrant in Madrid. (22. März 2014)
Unzufrieden mit seinem Land: Ein Demonstrant in Madrid. (22. März 2014)
PEDRO ARMESTRE, AFP
Gegen Ende der Protestveranstaltung am Abend kam es zu Zusammenstössen: Ein Demonstrant zündet Feuerwerk. (22. März 2014)
Gegen Ende der Protestveranstaltung am Abend kam es zu Zusammenstössen: Ein Demonstrant zündet Feuerwerk. (22. März 2014)
GERARD JULIEN, AFP
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Zehntausende aus ganz Spanien haben am Samstag in Madrid gegen die Sparpolitik der konservativen Regierung und die hohe Arbeitslosigkeit protestiert. Bei Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten gab es über 100 Verletzte und 24 Festnahmen.

Mehrere Demonstrationszüge vereinigten sich zu einem grossen Marsch durch die Madrider Innenstadt. Auf Plakaten forderten die Kundgebungsteilnehmer unter anderem «Die Krise sollen die Banker zahlen» und «Keine Kürzungen».

Die Demonstranten, von denen zahlreiche bereits seit Wochen zu Fuss nach Madrid unterwegs waren, kommen unter anderem aus den Regionen Andalusien im Süden, Katalonien im Osten, Asturien im Nordosten und der Extremadura im Westen.

Gewerkschaften sowie linksgerichtete Studentenverbände und Bürgerinitiativen hatten in mehreren Städten Spaniens zu «Märschen der Würde» aufgerufen, um gegen Sozialkürzungen und Verarmung sowie für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit mobil zu machen.

Zusammenstösse

Gegen Ende der Protestveranstaltung am Abend kam es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Polizisten gingen gegen mehrere Dutzend Jugendliche vor, die Wurfgeschosse auf Beamte geschleudert hatten. Die jungen Demonstranten errichteten Barrikaden aus Absperrgittern, zündeten Mülltonnen an und schlugen die Fensterscheiben einer Bank ein. Einige bauten auf einer Hauptstrasse im Zentrum Zelte auf und kündigten an, bleiben zu wollen.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei seien 101 Menschen verletzt worden, unter ihnen 67 Polizisten, teilten die Rettungsdienste in der Nacht zum Sonntag mit. 24 mutmassliche Gewalttäter seien festgenommen worden, erklärte ein Polizeisprecher.

Spanien ist die viertgrösste Volkswirtschaft der Eurozone. Das Land leidet noch immer unter den Folgen der 2008 geplatzten Immobilienblase und steckte seit Ende 2011 in der Rezession. Zuletzt besserte sich die Lage und das Land entkam Ende vergangenen Jahres nach Einschätzung der Zentralbank der Rezession. Die Arbeitslosigkeit verharrt jedoch weiter auf sehr hohem Niveau bei rund 26 Prozent. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind davon stark betroffen.

SDA/mw/rub

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