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«2012 wird es Rückschläge geben»

Zum Jahreswechsel haben sich viele Staatschefs an ihr Volk gewandt. Einheitlich haben sie die Menschen – angesichts der Krise – auf ein schwieriges 2012 vorbereitet.

Kritische Worte: Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Kritische Worte: Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Keystone
Bezeichnete 2012 als das Jahr «grosser Herausforderungen und grosser Fortschritte»: US-Präsiden Barack Obama. (Archivbild)
Bezeichnete 2012 als das Jahr «grosser Herausforderungen und grosser Fortschritte»: US-Präsiden Barack Obama. (Archivbild)
Keystone
«Die Krise ist noch nicht vorbei»: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im französischen Fernsehen.
«Die Krise ist noch nicht vorbei»: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im französischen Fernsehen.
Reuters
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US-Präsident Barack Obama hat seine Landsleute nach monatelangen Streitereien um Schulden und Steuern auf ein weiteres turbulentes Jahr eingestellt. Im Wahljahr 2012 habe das Land «einige schwierige Debatten und einige harte Kämpfe» vor sich, sagte er heute in seiner letzten wöchentlichen Radioansprache 2011.

«In vielerlei Hinsicht werden die Schritte der nächsten Monate mitbestimmen, welche Art Land wir sein wollen», betonte er. Die USA befänden sich an einem entscheidenden Punkt für das Schicksal der Mittelschicht. Es gebe «keinen Zweifel», dass 2012 noch mehr an Veränderungen mit sich bringen werde als das zu Ende gehende Jahr.

2011 bezeichnete Obama als ein Jahr «grosser Herausforderungen und grosser Fortschritte». Seine Regierung habe den Irak-Krieg beendet, und sei dabei, den in Afghanistan ebenfalls zum Abschluss zu bringen.

Entschlossenheit und Bemühungen

Der griechische Regierungschef Lucas Papademos hat seine Landsleute auf weitere Opfer im neuen Jahr eingestimmt. «Ein sehr schwieriges Jahr geht, das von notwendigen, aber schmerzhaften Massnahmen geprägt war (...)», erklärte Papademos am Samstag. «Ein sehr schwieriges Jahr kommt. Wir müssen mit Entschlossenheit die Bemühungen fortsetzen (...), damit die Krise nicht in eine chaotische und katastrophale Pleite führt», betonte Papademos. Ziel sei es, dass Griechenland in der Eurozone bleibe.

Italiens Staatschef Giorgio Napolitano rief die Italiener dazu auf, Opfer zu akzeptieren, um einen «Zusammenbruch der nationalen Finanzen» zu verhindern. Die Opfer seien notwendig, um die Zukunft der jungen Menschen zu sichern, erklärte Napolitano in seiner Neujahrsansprache am Samstag.

Anlass zur Hoffnung

Auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy warnte, die Krise sei noch nicht ausgestanden. «Diese Krise (...), vermutlich die schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg, ist noch nicht vorbei», sagte Sarkozy in einer am Abend im Fernsehen ausgestrahlten Neujahrsrede. Aber es gebe Anlass zur Hoffnung. «Wir müssen, wir können weiter Vertrauen in die Zukunft haben», fügte der Franzose hinzu, der sich im März sehr wahrscheinlich um ein weiteres Mandat bewerben wird, dies aber noch nicht offiziell erklärt hat.

An die Ratingagenturen gerichtet, betonte Sarkozy, diese würden - ebensowenig wie die Märkte - nicht über die französische Politik entscheiden. Frankreich droht eine Abstufung seiner Kreditwürdigkeit, die auch Deutschland und weitere EU-Staaten ereilen könnte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmte ebenfalls die Deutschen angesichts der europäischen Schuldenkrise auf ein schwieriges Jahr 2012 ein. Der Weg, die Krise zu überwinden, «bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein», sagte Merkel in ihrer Neujahrsansprache am Abend.

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