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Aktivisten attackieren Wagenknecht mit Schokoladentorte

Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht ist am Parteitag in Magdeburg mit einer Torte beworfen worden. Die «antifaschistische Initiative» will ihr damit für ihre Flüchtlingspolitik einen Denkzettel verpassen.

«Torten für Menschenfeinde»: Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht nach dem Tortenanschlag.
«Torten für Menschenfeinde»: Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht nach dem Tortenanschlag.
Hendrik Schmidt, Keystone
Parteikollegen versuchen Wagenknecht vor den Kameras abzuschirmen.
Parteikollegen versuchen Wagenknecht vor den Kameras abzuschirmen.
Hendrik Schmidt, Keystone
Da konnte sie noch strahlen: Begrüssung in Magdeburg vom Parteivorsitzenden Bernd Riexinger.
Da konnte sie noch strahlen: Begrüssung in Magdeburg vom Parteivorsitzenden Bernd Riexinger.
Peter Endig, Keystone
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Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich eine antifaschistische Initiative «Torten für Menschenfeinde».

Ein Mann in einem weissen T-Shirt hatte sich am Samstag während der Eröffnungsrede des Parteivorsitzenden Bernd Riexinger der Linken-Fraktionschefin genähert. Laut Augenzeugen drängte sich der Mann vor die erste Reihe, in der Wagenknecht sass, und warf ihr eine braune Cremetorte direkt ins Gesicht.

Dabei rief er unverständliche Parolen. Er wurde von Sicherheitsleuten abgeführt. Wagenknecht wurde, umringt von Parteifreunden, die sie mit Jacketts vor den Kameras abschirmten, aus dem Saal geleitet. Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.

Wagenknecht zog sich nach der Attacke in ihrem Hotel um. Eine Parteisprecherin sagte, es werde Anzeige erstattet. Ordner hätten die Täter des Geländes verwiesen. Sie stammten augenscheinlich aus «linken Strukturen». Sie hätten sich als Pressevertreter angemeldet.

Politik mit «Volkszorn»

In ausgeteilten Flugblättern zogen die Aktivisten eine Linie von Wagenknecht zur AfD-Politikerin Beatrix von Storch. Beide teilten nicht nur die Torte im Gesicht, so der Zettel. Ein als Clown verkleideter Mann hatte die AfD-Politikerin bei einer nicht-öffentlichen Sitzung der AfD-Programmkommission im Februar in Kassel mit einer Torte beworfen.

In dem Flugblatt wird Wagenknecht vorgeworfen, sie sei wie die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) bemüht, den «Volkszorn» in politische Forderungen zu übersetzen. Zwischen AfD und Linken gebe es einen «nationalen Konsens».

Wagenknecht hatte Kritik auf sich gezogen mit der Position, nicht alle Flüchtlinge könnten nach Deutschland kommen. Diverse Linken-Politiker verurteilten den Angriff scharf und betonten, Wagenknecht sei klar gegen Rassismus und Diskriminierung.

SDA/bee

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