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Alain Juppé beendet seine Mission

Die Versuche, die zerstrittene Führung der französischen Konservativen zu einen, sind gescheitert. Die Gefahr einer Spaltung der UMP ist damit noch grösser geworden.

Gibt Vermittlung bei der UMP auf: Füherer französischer Premierminister Alain Juppé. (25. November 2012)
Gibt Vermittlung bei der UMP auf: Füherer französischer Premierminister Alain Juppé. (25. November 2012)
AFP

Der frühere französische Premierminister Alain Juppé ist mit seinem Vermittlungsversuch im Führungsstreit bei den französischen Konservativen gescheitert. Seine Vorschläge seien nicht angenommen worden, hiess es gestern Abend in einer Erklärung Juppés an die Nachrichtenagentur AFP nach seinem nur 45-minütigen Treffen mit den beiden Rivalen um den Parteivorsitz, Jean-François Copé und François Fillon, in Paris.

Deshalb sehe er seine «Mission für beendet» an. Die Gefahr einer Spaltung der von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy vor zehn Jahren gegründeten UMP ist damit noch grösser geworden.

Kampf um Parteiführung eskaliert

Der erbitterte Kampf um die Parteiführung war nach der chaotischen Urwahl vom vergangenen Sonntag eskaliert. Die interne Wahlkommission hatte zwar Copé mit einem Vorsprung von 98 Stimmen zum Sieger erklärt, später aber auf Drängen des Fillon-Lagers schwere Fehler einräumen müssen.

Fillon kündigte an, er werde nun die Wahrheit über das umstrittenen Wahlergebnis von einem ordentlichen Gericht feststellen lassen. Copé hingegen will abwarten, bis die parteiinterne Beschwerdekommission den Wahlsieger bekanntgibt. Er wolle den «politischen und rechtlichen Prozess» nicht vermischen. Erst wenn der Name des Wahlsiegers feststehe, sei eine politische Vermittlung möglich.

Urwahl wiederholen?

Die Beschwerdekommission setzte unterdessen am Abend ihre Arbeit fort. Die Mitglieder des Fillon-Lagers waren allerdings nicht mehr dabei, sie hatten die Kommission bereits am Vormittag verlassen. Nach einer Umfrage des Ifop-Instituts befürworten inzwischen 71 Prozent der Franzosen eine Wiederholung der Wahl des UMP-Vorsitzenden.

AFP/chk

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