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Amour fou

Anne Sinclair strahlt im Schatten ihres untreuen Mannes: Dominique Strauss-Kahn. Er verdankt ihr alles. Eine Liebesgeschichte mit einem jäh gebremsten Karriereprojekt.

Der Spuk ist vorbei: Anne Sinclair und Dominique Strauss-Kahn vor dem Gerichtsgebäude in New York.
Der Spuk ist vorbei: Anne Sinclair und Dominique Strauss-Kahn vor dem Gerichtsgebäude in New York.
AFP
Dominique Strauss-Kahn und Anne Sinclair hatten im November 1991 geheiratet. In der Ehe, aber auch im Büro bildeten sie eine eingspielte Gemeinschaft: Sinclair und Strauss-Kahn 1993 in ihrem Pariser Domizil. (Undatiertes Bild)
Dominique Strauss-Kahn und Anne Sinclair hatten im November 1991 geheiratet. In der Ehe, aber auch im Büro bildeten sie eine eingspielte Gemeinschaft: Sinclair und Strauss-Kahn 1993 in ihrem Pariser Domizil. (Undatiertes Bild)
AFP
Im Mai 2011 wurde Dominique Strauss-Kahn in New York aufgrund von Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen. Im anschliessenden Prozess stellte sich Sinclair stets hinter ihren Mann: Sinclair im Supreme Court von Manhattan. (1. Juli 2011)
Im Mai 2011 wurde Dominique Strauss-Kahn in New York aufgrund von Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen. Im anschliessenden Prozess stellte sich Sinclair stets hinter ihren Mann: Sinclair im Supreme Court von Manhattan. (1. Juli 2011)
AFP
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Madonnenhaft. Wenn sie Schwarz trug, und das tat Anne Sinclair in den letzten drei Monaten auffallend oft, wirkte sie wie eine dramatische Figur. Wie eine Madonna, zwischen Trauer und Martyrium. Stumm und würdevoll, um sieben Kilo abgemagert, mit schweren Augenlidern. Bereit, ihren Sünder von einem Mann durch alle Täler hienieden zu tragen, von einem Gerichtstermin zum anderen, ihn zu schützen und zu stützen. Wie immer. Vor allem und vor allen. Oft auch vor sich selbst. Obschon dieser Mann sie so oft betrog, obschon er ihre unerschütterliche Treue nicht mit Treue vergalt.

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