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Anschlag in Cambrils: «Die haben Sprengstoff bei sich, Mann!»

Wenige Stunden nach der Attacke in Barcelona mit 13 Toten kam es im Badeort Cambrils zu einem weiteren Angriff. Die Sprengstoffgürtel der mutmasslichen Terroristen sollen Attrappen gewesen sein.

Weiteres Attentat in der Küstenstadt Cambrils: Die Polizei erschoss fünf mutmassliche Terroristen.

In der Nacht auf Freitag hat die Polizei im Küstenort Cambrils, rund 100 Kilometer südlich von Barcelona, fünf mutmassliche Attentäter getötet und hat so offenbar weitere Tote verhindert. Die Terroristen trugen Bombengürtel, wie die Polizei mitteilte. Diese seien kontrolliert gesprengt worden. Mittlerweile heisst es laut spanischen Medien, die sich auf das katalanische Innenministerium berufen, die Gürtel seien nur Attrappen gewesen. Als mögliches Anschlagziel wurde der «Paseo Marítimo» genannt – eine Strandpromenade mit vielen Bars und Discos.

In Videos von Augenzeugen sind mehrere Schüsse und laute Schreie zu hören. «Verdammte Hurensöhne, schau nur, Mann! Die hatten Sprengstoff bei sich!», ruft ein Mann.

Zivilisten überfahren

Gegen 1.30 Uhr am frühen Freitagmorgen ist die Polizei aufgrund eines «möglichen Terroranschlags» nach Cambrils ausgerückt, hiess es zunächst auf Twitter. Die Anwohner wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

Zehntausende nahmen an einem Marsch gegen Terrorismus in Barcelona teil. König Felipe VI (Mitte) steht zwischen dem Premierminister Mariano Rajoy (links) und dem Präsidenten Kataloniens, Carles Puigdemont (rechts). (26. August 2017)
Zehntausende nahmen an einem Marsch gegen Terrorismus in Barcelona teil. König Felipe VI (Mitte) steht zwischen dem Premierminister Mariano Rajoy (links) und dem Präsidenten Kataloniens, Carles Puigdemont (rechts). (26. August 2017)
Luis Gene, AFP
Menschen haben Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Blumen zugedeckt. Auf dem Plakat steht «Recht und Friede». (26. August 2017)
Menschen haben Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Blumen zugedeckt. Auf dem Plakat steht «Recht und Friede». (26. August 2017)
Quique Garcia/EPA, AFP
Naheliegende U-Bahn-Stationen und andere öffentliche Verkehrsmittel seien geschlossen worden.
Naheliegende U-Bahn-Stationen und andere öffentliche Verkehrsmittel seien geschlossen worden.
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Berichten zufolge überfuhren die Terroristen mehrere Zivilisten mit einem Auto, bevor sie gestellt und erschossen werden konnten. Ihr Wagen sei auf der Flucht vor der Polizei umgekippt, hiess es. Als sie davonrannten, seien sie erschossen worden. Vier der Angreifer starben nach Polizeiangaben sofort, ein fünfter erlag später seinen Verletzungen. Sechs Passanten und ein Polizist wurden verletzt.

Die Tat ereignete sich nur wenige Stunden nach einem Terroranschlag in Barcelona. Die katalanische Regierung hat laut Nachrichtenagentur AP inzwischen bestätigt, dass das Attentat in Cambrils mit dem Anschlag in Barcelona in Verbindung steht. Der Innenminister von Katalonien, Joaquim Forn, sagte einem lokalen Radiosender, der Angriff folge «dem gleichen Muster. Es gibt eine Verbindung».

(AP)

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