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Athen prüft Gefängnisschiffe für Asylbewerber

Um den Ansturm illegaler Flüchtlinge zu bewältigen, erwägt Griechenland den Einsatz schwimmender Gefängnisse. Ausserdem soll ein Zaun entlang der Grenze zur Türkei gebaut werden.

Harte Gangart: Afghanische Flüchtlinge in Griechenland. Aus Protest gegen die Asypolitik des Landes hatten sich einige von ihnen den Mund zugenäht.
Harte Gangart: Afghanische Flüchtlinge in Griechenland. Aus Protest gegen die Asypolitik des Landes hatten sich einige von ihnen den Mund zugenäht.
Keystone

Die Anmietung solcher Lager für illegal Eingewanderte werde im Zusammenhang mit weiteren Massnahmen geprüft, sagte der Minister für öffentliche Ordnung, Christos Papoutsis. Dabei müssten aber auch Probleme bedacht werden wie die hohen Kosten für den Transfer eines solchen Schiffs und die Frage, unter welchen Bedingungen es wo andocken könnte.

Zu den weiteren Massnahmen gehört vermutlich der Bau eines Zauns entlang eines Teils der Grenze zur Türkei sowie die Nutzung alter Einrichtungen der Streitkräfte als Internierungslager. Laut Amnesty International nutzen die Niederlande seit 2007 schwimmende Lager. Nach Angaben der griechischen Regierung gelangten 2010 insgesamt 128'000 Flüchtlinge illegal nach Griechenland. Dies wäre die höchste Zahl in der EU.

SDA/jak

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