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Athen verweigert Wiens Innenministerin Besuch

Der Streit in der Flüchtlingskrise eskaliert weiter: Die griechische Regierung lehnt eine Aussprache mit der Konservativen Johanna Mikl-Leitner ab.

Unterstützt eine Schliessung der Grenzen der Balkanländer zu Griechenland: Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. (24. Februar 2016)
Unterstützt eine Schliessung der Grenzen der Balkanländer zu Griechenland: Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. (24. Februar 2016)
Christian Bruna, Keystone

Im Streit um das weitere Vorgehen in der Flüchtlingskrise hat die griechische Regierung einen Besuch von Österreichs konservativer Innenministerin Johanna Mikl-Leitner abgelehnt. Eine Quelle im Aussenministerium in Athen bestätigte heute einen Medienbericht, wonach eine entsprechende Anfrage Wiens zurückgewiesen worden sei. Am Tag zuvor hatte Griechenland seine Botschafterin in Österreich zu Konsultationen zurückgerufen.

Die österreichische Regierung hatte Griechenland am Donnerstag vor einem möglichen Ausschluss aus dem Schengenraum gewarnt. «Wenn Griechenland nicht in der Lage oder bereit ist, seine Aussengrenzen zu schützen, müssen andere das Heft des Handelns in die Hand nehmen», sagte Mikl-Leitner. Dies hätten die zehn Balkanländer bei einem Treffen am Mittwoch in Wien getan, zu dem die österreichische Regierung eingeladen hatte.

Griechenland steht seit Monaten in der Kritik, weil es aus der Türkei kommende Flüchtlinge bisher weitgehend ungehindert Richtung Norden weiterreisen liess. Mit der Rückberufung der Botschafterin aus Wien wollte Griechenland dagegen protestieren, dass die Balkan-Konferenz in Wien abgehalten wurde, ohne dass Athen dazu eingeladen worden war.

Der für Migrationsfragen zuständige griechische Vize-Innenminister Ioannis Mouzalas sagte bei einem Treffen der EU-Innenminister am Donnerstag, die Regierung in Athen werde von Österreich «wie ein Feind» behandelt.

AFP/rub

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