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Attentäter war auch Bewacher von Erdogan

Der türkische Polizist, der in Ankara den russischen Botschafter erschossen hat, ist in den vergangenen Monaten achtmal zur Bewachung des türkischen Staatschefs im Einsatz gestanden.

Verspricht weitere Massnahmen gegen Anhänger der Gülen-Bewegung: Erdogan bei der Eröffnung des Eurasien-Tunnels in Istanbul. (20. Dezember 2016)
Verspricht weitere Massnahmen gegen Anhänger der Gülen-Bewegung: Erdogan bei der Eröffnung des Eurasien-Tunnels in Istanbul. (20. Dezember 2016)
Andrei Karlov/AP, Keystone
Nach dem Anschlag berief Wladimir Putin eine Sitzung mit seinen obersten Sicherheitsverantwortlichen ein (v. l.): Aussenminister Sergei Lawrow, Wladimir Putin, Alexander Bortnikow, Chef des Inlandgeheimdiensts FSB, und Sergei Narishkin, Chef des Auslandgeheimdiensts SVR.
Nach dem Anschlag berief Wladimir Putin eine Sitzung mit seinen obersten Sicherheitsverantwortlichen ein (v. l.): Aussenminister Sergei Lawrow, Wladimir Putin, Alexander Bortnikow, Chef des Inlandgeheimdiensts FSB, und Sergei Narishkin, Chef des Auslandgeheimdiensts SVR.
Sputnik/Alexei Druzhinin, AFP
Der russische Botschafter wurde nach dem Vorfall mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht: Dort erlag er seinen Verletzungen. (19. Dezember 2016)
Der russische Botschafter wurde nach dem Vorfall mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht: Dort erlag er seinen Verletzungen. (19. Dezember 2016)
Screenshot CNN
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Der junge türkische Polizist, der in Ankara den russischen Botschafter erschossen hat, war laut einem Zeitungsbericht in den vergangenen Monaten achtmal zur Bewachung des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan eingesetzt. Mevlut Mert Altintas habe seit Juli bei acht öffentlichen Auftritten von Erdogan Dienst gehabt, berichtete heute die Zeitung «Hürriyet».

Dabei habe der 22-Jährige zur zweiten Sicherheitskette nach Erdogans persönlicher Leibwache gehört. Altintas hatte am Montag bei einer Ausstellungseröffnung den russischen Botschafter Andrej Karlow erschossen.

Spezialeinheits-Mitglied

Der 22-Jährige verschaffte sich Medienberichten zufolge mit Hilfe seines Polizeiausweises Zutritt zu der Ausstellung und schoss dem Diplomaten neun Mal in den Rücken. Altintas war Mitglied einer Spezialeinheit in Ankara.

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu machte die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen für das Attentat verantwortlich. Die türkische Regierung hält den im Exil in den USA lebenden Gülen für den Drahtzieher des gescheiterten Militärputsches vom 15. Juli, was der einstige Weggefährte von Erdogan entschieden bestreitet.

Mehrere Festnahmen

Nach türkischen Medienberichten wurden im Zusammenhang mit dem Attentat bislang 13 Menschen festgenommen, darunter enge Verwandte von Altintas. Ein Team von 18 russischen Ermittlern ist seit Dienstag in der Türkei, um zusammen mit türkischen Kollegen die Hintergründe des Attentats zu untersuchen.

Der ermordete Botschafter Karlow soll am Donnerstag beigesetzt werden. An der Trauerfeier wird nach Kreml-Angaben auch Präsident Wladimir Putin teilnehmen, der dazu seine jährliche Jahres-Abschlusspressekonferenz auf Freitag verschob.

SDA/nag

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