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Ayrault rüttelt an der heiligen Kuh Frankreichs

Zwölf Jahre lang hielt die 35-Stunden-Woche sämtlichen Attacken konservativer Kreise stand. Nun wird das umstrittene Arbeitsgesetz erneut infrage gestellt – dieses Mal von einem Sozialisten.

Martin Sturzenegger
Möchte eine Diskussion über das 35-Stunden-Gesetz zulassen: Jean-Marc Ayrault (rechts) und demonstrierende Arbeitnehmer in Paris.
Möchte eine Diskussion über das 35-Stunden-Gesetz zulassen: Jean-Marc Ayrault (rechts) und demonstrierende Arbeitnehmer in Paris.

Wenn es in der französischen Politik eine Konstante gibt, dann ist dies die 35-Stunden-Woche. Vor zwölf Jahren wurde die Regelung vom damaligen sozialistischen Premierminister Lionel Jospin eingeführt. Für grosse Teile der Bevölkerung gilt sie als heilige Kuh, die Gewerkschaften feiern sie als «soziale Errungenschaft» und Nicolas Sarkozy war sie stets ein Dorn im Auge: «Die 35-Stunden-Woche ist eine Katastrophe», liess der ehemalige Staatspräsident einst verlauten.

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