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«Bianca, bianca, bianca – leer, leer, leer»

Während die katholische Kirche in Rom ihr neues Oberhaupt gewählt hat, waren die italienischen Politiker heute nicht einmal in der Lage, die Präsidenten des neuen Parlaments zu bestimmen.

Politisches Konklave: Italienische Parlamentarier gaben hauptsächlich leere Wahlzette ab. (Foto: 15. Mai 2006)
Politisches Konklave: Italienische Parlamentarier gaben hauptsächlich leere Wahlzette ab. (Foto: 15. Mai 2006)
Gregorio Borgia, Keystone
Politisches Konklave: Italienische Parlamentarier treffen sich heute zur konstituierenden Sitzung nach den Wahlen. (Foto: 15. Mai 2006)
Politisches Konklave: Italienische Parlamentarier treffen sich heute zur konstituierenden Sitzung nach den Wahlen. (Foto: 15. Mai 2006)
Keystone
Verlierer, trotz Sieg: Um Italien zu regieren, fehlt Pier Luigi Bersani die Mehrheit im Senat. (7. März 2013)
Verlierer, trotz Sieg: Um Italien zu regieren, fehlt Pier Luigi Bersani die Mehrheit im Senat. (7. März 2013)
Mauro Scrobogna, Keystone
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«Bianca, bianca, bianca - leer, leer, leer», Emilio Colombo, seit heute Freitag provisorischer Senatspräsident, musste kurz nach 13 Uhr einen leeren Wahlzettel nach dem anderen vorlesen. Nur ganz selten fiel der Name Luis Alberto Orellanos, dem offiziellen Kandidaten von Beppe Grillos Movimento Cinque Stelle (M5S). Einige Male wurde auch Alessandra Mussolini (PDL) genannt. Nachdem sämtliche Wahlzetteln verlesen waren, stand fest: Es konnte kein Senatspräsident gewählt werden. Ähnlich verlief die Wahl des Präsidenten der Abgeordnetenkammer, die zeitgleich stattfand. Somit dürfte sich die Konstituierung des italienischen Parlaments hinziehen. Denn erst wenn die beiden Präsidenten gewählt sind und sich die parlamentarischen Gruppen eingerichtet haben, kann Staatspräsident Giorgio Napolitano mit Konsultationen beginnen.

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