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Terror-Alarm – Polizei findet Kekse statt Bombe

Nach einem Bombenalarm in Brüssel ist ein Einkaufszentrum evakuiert worden. Es wurde kein Sprengstoff gefunden.

pat
Bombenalarm in der belgischen Hauptstadt Brüssel: Die Polizei hatte in der Nähe eines Einkaufszentrums einen Mann festgenommen. (Quelle Reuters)

Entwarnung in Brüssel: Bei dem am Dienstagmorgen in Brüssel Festgenommenen wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen kein Sprengstoff gefunden. Es handelt sich beim Verdächtigen um einen psychisch kranken Mann, welcher der Polizei bekannt ist. Zunächst hatte es geheissen, es gebe den Verdacht, dass er eine Bombe mit sich führe. Der nationale Krisenstab um Regierungschef Charles Michel war wegen des Vorfalls zusammengekommen.

Die Polizei hatte im Zuge eines Anti-Terror-Einsatzes in der Nähe eines Einkaufszentrums einen Mann festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich ein Mann telefonisch bei der Polizei gemeldet und angegeben, einen Sprengstoffgürtel zu tragen. Der Mann habe tatsächlich einen Gegenstand auf sich getragen, bei dem es sich um einen Sprengstoffgürtel hätte handeln können. Sprengstoffexperten untersuchten das Objekt.

Psychische Probleme

Die Gegend um das Shopping-Centre City2 wurde abgesperrt. Der Sender RTL berichtete, der Einsatz habe um 6.30 Uhr begonnen, nachdem es einen Hinweis gegeben habe, dass sich in der Nähe des Einkaufszentrums an einer belebten Einkaufsstrasse im Stadtzentrum ein Mann verdächtig verhalte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich ein Mann telefonisch bei der Polizei gemeldet und angegeben, einen Sprengstoffgürtel zu tragen.

Die Polizei hat in Brüssel am Dienstagmorgen einen Anti-Terror-Einsatz gestartet.
Die Polizei hat in Brüssel am Dienstagmorgen einen Anti-Terror-Einsatz gestartet.
AFP
Die Polizei habe einen Verdächtigen festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
Die Polizei habe einen Verdächtigen festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
AFP
Der Mann soll laut Medienberichten Sprengstoff bei sich gehabt haben.
Der Mann soll laut Medienberichten Sprengstoff bei sich gehabt haben.
AFP
Der Einsatz hat um 6.30 Uhr begonnen.
Der Einsatz hat um 6.30 Uhr begonnen.
AFP
Die Polizei hat das Einkaufszentrum grossräumig abgeriegelt.
Die Polizei hat das Einkaufszentrum grossräumig abgeriegelt.
Keystone
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Die Brüsseler Staatsanwältin Rym Kechiche sagte, es werde untersucht, ob es einen terroristischen Hintergrund gebe. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, man gehe davon aus, dass der Mann psychische Probleme habe. Vor kurzem habe er die Polizei informiert, er sei von der Terrormiliz Islamischer Staat angeworben worden. Allerdings habe diese Behauptung nicht bestätigt werden können. Darüber hinaus werde ein zweiter Mann befragt, der verdächtigt werde, den Mann mit der Sprengstoffgürtel-Attrappe gefahren zu haben.

Drei Männer am Wochenende verhaftet

Erst am Wochenende hatte es in Belgien wegen einer «unmittelbaren Bedrohung» einen landesweiten Anti-Terror-Einsatz gegeben. Drei Männer wurden wegen «versuchten terroristischen Mordes» in Haft genommen. Einem Medienbericht zufolge hatte es einen Hinweis gegeben, dass während des EM-Spiels der belgischen Fussball-Nationalmannschaft gegen Irland am Samstagnachmittag Anschläge verübt werden sollten. Die Attentäter wollten demnach möglicherweise Fussballfans auf Fanmeilen in Belgien attackieren.

Belgien ist seit den Brüsseler Anschlägen vom März in erhöhter Alarmbereitschaft. Am 22. März hatten sich zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunde später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

(AFP)

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