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Brüssel hofiert Erdogan

Die Europäische Union sieht sich gezwungen, der Türkei weitgehende Angebote zu machen – den jüngsten Entwicklungen im Land zum Trotz.

Die Flüchtlingskrise macht aus ihm einen umworbenen Gast: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird bei seinem Besuch in Brüssel von der belgischen Königin Mathilde begrüsst. Die EU möchte, dass die Türkei weitere 2 Millionen Flüchtlinge aufnimmt und die Grenzen besser kontrolliert.
Die Flüchtlingskrise macht aus ihm einen umworbenen Gast: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird bei seinem Besuch in Brüssel von der belgischen Königin Mathilde begrüsst. Die EU möchte, dass die Türkei weitere 2 Millionen Flüchtlinge aufnimmt und die Grenzen besser kontrolliert.
Keystone

Recep Tayyip Erdogan ist dieses Mal nicht als Bittsteller nach Brüssel gekommen, der die festgefahrenen EU-Beitrittsverhandlungen wiederbeleben und Visa-Erleichterungen für seine Bürger haben will. Er hat sich gestern auch nicht für die Verfolgung kritischer Journalisten und kurdischer Politiker rechtfertigen müssen. Einen gefragten Mann, dem Wünsche erfüllt werden, hat die Flüchtlingskrise vielmehr aus dem türkischen Präsidenten gemacht: «Die Türkei spielt eine zentrale Rolle bei deren Bewältigung», sagte der Sprecher von Kommissionschef Jean-Claude Juncker, der Erdogan zusammen mit den anderen EU-Spitzen gestern empfing.

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