Zum Hauptinhalt springen

Cameron bestraft homophobe Länder

David Cameron macht sich für Homosexuelle in Afrika stark. Der britische Premierminister droht jenen Ländern die Hilfsgelder kürzen, die unzureichende Gesetze für Schwule und Lesben haben.

Bei Malawi hat er bereits durchgegriffen: Der britische Premierminister David Cameron in London.
Bei Malawi hat er bereits durchgegriffen: Der britische Premierminister David Cameron in London.
Reuters

Der britische Premierminister setzt sich für die Menschenrechte ein – und zwar für alle. So die offizielle Haltung. Camerons momentanes Engagement gilt den Homosexuellen. Laut «Daily Mail» plant David Cameron, afrikanischen Staaten, die die Rechte von Schwulen und Lesben missachten, weniger Hilfsgelder zu überweisen.

Für ein Land auf dem afrikanischen Kontinent ist die Drohung Camerons bereits wahr geworden. Die britische Regierung hat die Unterstützung für Malawi um 19 Millionen Pfund gekürzt. Dies, weil im Mai zwei Schwule zu 14 Jahren Haft verurteilt worden sind: Der 26-jährige Steven Monjeza und der 20-jährige Tiwonge Chimbalanga hatten im Dezember 2010 zusammen mit Freunden Verlobung gefeiert. In den vergangenen drei Jahren hat die malawische Regierung 200 Millionen Pfund von Grossbritannien erhalten.

Todesstrafe für Homosexuelle

Nun müssen weitere afrikanische Nationen um ihre Hilfsgelder bangen. Laut «Daily Mail» sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell, dass Grossbritannien auch die Hilfsgelder für Uganga und Ghana kürzt, sollten die Länder ihre Schwulengesetze nicht anpassen.

Uganda, welches in diesem Jahr bereits 70 Millionen Pfund von den Briten erhalten hat, plant, Homosexualität künftig mit dem Tod zu bestrafen. Ghanas Präsident hingegen nimmt die Drohung der Briten ernst. Er hat versprochen, die Rechte für Homosexuelle in seinem Land genauer unter die Lupe zu nehmen.

An einem Treffen der Konservativen Partei sagte ein Sprecher von Mitchell: «Die Regierung ist verpflichtet, Gewalt und Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie Transsexuellen unter allen Umständen zu bekämpfen. Sei es in Grossbritannien oder im Ausland. Wir leisten nur Ländern Hilfe, die unsere Einstellungen teilen.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch