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«Chodorkowski geniesst keine Sympathien»

Politik-Experte Erich Gysling sagt im Interview mit Redaktion Tamedia, warum das Urteil gegen den Ölunternehmer das Volk auf der Strasse kalt lässt – und warum der Westen Putin gewähren lässt.

Rund zehn Jahre lang war der russische Oligarch Michail Chodorkowski inhaftiert.
Rund zehn Jahre lang war der russische Oligarch Michail Chodorkowski inhaftiert.
PD
Am 20. Dezember 2013 wurde er freigelassen. Ein Helikopter startet auf dem Flugplatz Segezha bei Petrozavodsk, wo Chodorkowski im Gefängnis sass. (20. Dezember 2013)
Am 20. Dezember 2013 wurde er freigelassen. Ein Helikopter startet auf dem Flugplatz Segezha bei Petrozavodsk, wo Chodorkowski im Gefängnis sass. (20. Dezember 2013)
Reuters
Nach wenigen Monaten hätten Chodorkowski und Lebedew das Gefängnis verlassen können. Doch sie wurden zu einem zweiten Prozess bestellt – und am 27. Dezember 2010 erneut verurteilt.
Nach wenigen Monaten hätten Chodorkowski und Lebedew das Gefängnis verlassen können. Doch sie wurden zu einem zweiten Prozess bestellt – und am 27. Dezember 2010 erneut verurteilt.
PD
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Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte die Verurteilung von Michail Chodorkowski gefordert, das ist nun geschehen. Wie ist der Schuldspruch zu deuten?Erich Gysling: Dieser Prozess ist eindeutig eine Farce. Hintergrund dieser Verurteilung ist die jahrelange Rivalität zwischen Putin und Chodorkowski. Da gibt es eine tiefe Abneigung von Putin gegenüber Chodorkowski, seit dieser in die Politik einsteigen wollte. Offensichtlich erscheint ihm Chodorkowski als zu gefährlich.

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