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Das Gespenst des Separatismus geht um in Europa

Als hätte Europa nicht bereits genug Probleme mit der Wirtschafts-, Euro- und Schuldenkrise, jetzt verschärfen sich auch die regionalen Konflikte in mehreren EU-Ländern. Ein Überblick.

Klare Botschaft der Katalanen nach Madrid: «Senyera»-Fahnen und «Independència»-Rufe im Nou Camp beim letzten Fussballspiel zwischen Barcelona und Real Madrid.
Klare Botschaft der Katalanen nach Madrid: «Senyera»-Fahnen und «Independència»-Rufe im Nou Camp beim letzten Fussballspiel zwischen Barcelona und Real Madrid.
Keystone
«Die Flamen müssen regieren können, wie sie es wollen»: Bart De Wever, Chef der Neuen Flämischen Allianz (N-VA), die bei den belgischen Kommunalwahlen zulegte.
«Die Flamen müssen regieren können, wie sie es wollen»: Bart De Wever, Chef der Neuen Flämischen Allianz (N-VA), die bei den belgischen Kommunalwahlen zulegte.
Keystone
«Spaltungstendenzen in den Mitgliedsstaaten verursacht durch separatistische Bewegungen sehe ich mit grosser Besorgnis – gerade in Krisenzeiten»: Martin Schulz (SPD), Präsident des Europaparlaments.
«Spaltungstendenzen in den Mitgliedsstaaten verursacht durch separatistische Bewegungen sehe ich mit grosser Besorgnis – gerade in Krisenzeiten»: Martin Schulz (SPD), Präsident des Europaparlaments.
Keystone
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Ob in Katalonien, Flandern, Schottland oder Südtirol: In mehreren Regionen Europas wittern die Separatisten Morgenluft. Es geht nicht nur um politische Mitbestimmung und regionale Identität, sondern zunehmend um finanzielle und wirtschaftliche Interessen. Der wachsende Separatismus in den EU-Ländern folgt einem Leitmotiv der Eurokrise: Die Reichen sind immer weniger bereit, für die Armen zu zahlen. Die Südtiroler wollen nicht mehr die Sizilianer mitfinanzieren, die Flamen nicht mehr die Wallonen und die Katalanen nicht mehr die Andalusier. Im Fall der Katalanen jetzt erst recht nicht, weil sie inzwischen selber pleite sind.

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