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«Das Urteil über den Zustand dieses Landes fällt vernichtend aus»

Giorgio Napolitano, das moralische Gewissen der italienischen Politik, ist zurückgetreten. Historiker Carlo Moos über die Ränkespiele, die jetzt folgen.

Rücktritt mit 89 Jahren: Giorgio Napolitano winkt, als er bei seiner Privatwohnung in Rom eintrifft. (14. Januar 2014)
Rücktritt mit 89 Jahren: Giorgio Napolitano winkt, als er bei seiner Privatwohnung in Rom eintrifft. (14. Januar 2014)
AFP
Zuvor wurde er mit militärischen Ehren verabschiedet: Die präsidiale Wache vor dem Quirinalspalast. (14. Januar 2014)
Zuvor wurde er mit militärischen Ehren verabschiedet: Die präsidiale Wache vor dem Quirinalspalast. (14. Januar 2014)
Keystone
Seit 1959 verheiratet: Napolitano und Clio Maria Bittoni. (14. Januar 2014)
Seit 1959 verheiratet: Napolitano und Clio Maria Bittoni. (14. Januar 2014)
Reuters
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Napolitano geniesst in Italien so grosses Ansehen wie kaum ein anderer Politiker. Wie kam es, dass das Volk einen ehemaligen Kommunisten heute «König» nennt?

Er ist natürlich nicht plötzlich zum Monarchisten geworden. Im Gegenteil, er hat immer sehr zurückhaltend operiert. Aber Napolitano hat seine Kompetenzen als Staatspräsident bis aufs Äusserste ausgereizt. Er hat eine prägnantere Rolle gespielt als alle seine Vorgänger.

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