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Kosovo wählt Albin Kurti zum Ministerpräsidenten

Der unbestechliche Rebell übernimmt die Macht in Pristina. Vor ihm hat vor allem die bisher herrschende und korrupte Clique Angst.

Enver Robelli
Albin Kurti gilt als Enfant terrible der kosovarischen Politik. (4. Oktober 2019) Foto: Florion Goga/Reuters
Albin Kurti gilt als Enfant terrible der kosovarischen Politik. (4. Oktober 2019) Foto: Florion Goga/Reuters

Es hat gedauert, und deswegen waren in den letzten Tagen viele Kosovaren genervt. Nun haben sich die Siegerparteien 120 Tage nach den Wahlen geeinigt – und Kosovo bekommt endlich eine neue Regierung. Das Parlament in Pristina wählte am Montag Albin Kurti zum Ministerpräsidenten. Der 44-Jährige gilt als unbestechlich und rebellisch, er begeistert nicht nur seine Anhänger mit wuchtvollen Reden, die manchmal in Richtung Populismus abdriften. Ein Bob-Marley-Fan, der Martin Luther King zitiert: So beschreiben ihn ältere Diplomaten in Pristina, die von der korrupten und bisher herrschenden Kaste angewidert sind.

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