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Deutsche Experten beklagen Braindrain in die Schweiz

Die Schweiz rekrutiere gemeinsam mit den USA mehr als 50 Prozent aller deutschen Wissenschaftler, die ihr Land verlassen. Das schreibt eine Expertenkommission aus Deutschland, die den eigenen Forschungsstandort kritisiert.

Wettbewerb um die klügsten Köpfe: Forscherin an der EPFL in Lausanne. (29. Januar 2013)
Wettbewerb um die klügsten Köpfe: Forscherin an der EPFL in Lausanne. (29. Januar 2013)
Keystone

Die Schweiz hat zu wenig Wissenschaftler – und Deutschland kann seine Forscher nicht halten. Das unterstreicht ein Gutachten einer deutschen Expertenkommission.

Trotz des Werbens um Forscher wanderten zwischen 1996 und 2011 aus Deutschland rund 4000 Wissenschaftler mehr ab als ein. Die Schweiz hingegen weise einen positiven Saldo aus, zu diesem Ergebnis kommt die deutsche Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in einem bislang unveröffentlichten Gutachten, das berichtet «Spiegel online». Die Schweiz schaffe es, den «Wissenspool konsequent durch einen Neuzufluss» aufzuwerten und die Besten zurückzugewinnen, schreibt die Kommission. Gemeinsam mit den USA rekrutiere die Schweiz «mehr als 50 Prozent aller deutschstämmigen im Ausland aktiven Erfinder.»

Im weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe weise Deutschland nur eine mässige Bilanz auf. «Deutschland verliert viele der besten Wissenschaftler durch Abwanderung. Zwar gibt es Rückkehrer, jedoch können nicht Wissenschaftler gleicher Qualität zurückgewonnen werden», schreiben die sechs von der Bundesregierung als Berater bestellten Wirtschaftsprofessoren. «Insbesondere für die Besten scheint das deutsche Forschungssystem derzeit nicht attraktiv genug zu sein», kritisieren die EFI-Experten. Der Befund stellt die Wirksamkeit der Rückholprogramme in Frage, für die der deutsche Staat und Wissenschaftsorganisationen Millionen ausgeben.

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