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Deutschland verhaftet erneut libyschen Spion

Vor drei Wochen wurden bereits zwei mutmassliche libysche Spione angeklagt. Ghadhafi reagierte empört. Nun wurde in Halle ein weiterer mutmasslicher Spion festgenommen.

In Halle an der Saale ist ein mutmasslicher Spion des libyschen Geheimdienstes festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mitteile, soll der 45-Jährige von April bis Mai 2010 in Deutschland lebende Oppositionelle ausgespäht haben. Der Beschuldigte Omar K. wurde bereits am Dienstag durch Beamte des Bundeskriminalamts festgenommen. Er sei der geheimdienstlichen Agententätigkeit dringend verdächtig. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hatte am 10. September 2010 Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Am 1. September 2010 hatte die Bundesanwaltschaft bereits vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin Anklage gegen zwei weitere mutmassliche libysche Spione erhoben. Einer von ihnen - Adel A. - soll als Führungsoffizier des libyschen Geheimdienstes ein Netz «informeller Mitarbeiter» geleitet haben. Hierdurch soll er Informationen aus Kreisen von in Deutschland und Westeuropa lebenden Oppositionellen beschafft und an den Geheimdienst weitergegeben haben.

«Informeller Mitarbeiter» des Geheimdienstes

Der nun festgenommene Omar K. soll einer dieser «informellen Mitarbeiter» des Geheimdienstes gewesen sein und seine Erkenntnisse über Oppositionelle «gegen Agentenlohn an seine geheimdienstlichen Auftraggeber weitergeleitet haben». Er wurde am Dienstagnachmittag dem Ermittlungsrichter des BGH vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnet und Untersuchungshaft angeordnet hat. Mit den weiteren Ermittlungen wurde das Bundeskriminalamt beauftragt.

dapd/ske

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