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Die Erpresser

Italiens Premier Silvio Berlusconi übersteht auch die 51. Vertrauensfrage im Parlament. Es war ein machtpolitisches Spiel mit Berlusconi und Lega-Chef Umberto Bossi in den Hauptrollen.

Eine unheilige Allianz: Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Umberto Bossi, Chef der Lega Nord.
Eine unheilige Allianz: Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Umberto Bossi, Chef der Lega Nord.
Keystone

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat heute eine weitere Vertrauensabstimmung im Parlament in Rom überstanden. 316 Abgeordnete stimmten für ihn, 301 gegen ihn. Eine andere Abstimmung im Abgeordnetenhaus hatte in dieser Woche die Risse in der italienischen Regierung offenbart. Ministerpräsident Silvio Berlusconi erlitt am Dienstagabend eine empfindliche Niederlage bei der Abstimmung über den Rechenschaftsbericht 2010, der als «Fotografie» der geleisteten Regierungsarbeit betrachtet werden kann. Etliche Abgeordnete des Regierungslagers und selbst wichtige Kabinettsmitglieder, darunter Finanzminister Giulio Tremonti, waren der Abstimmung ferngeblieben. Und der Chef der Lega Nord, Umberto Bossi, der ebenfalls dem Kabinett angehört, erschien zu spät zur Abstimmung. Einmal mehr zeigte die Lega Nord, wie entscheidend sie für die Regierungsmacht des «Cavaliere» ist.

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