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Die Rettung kam nach zwölf Tagen

98 Flüchtlinge trieben ohne Essen in einem altersschwachen Boot knapp zwei Wochen auf dem Mittelmeer, bis sie endlich von einem italienischen Patrouillenboot gefunden wurden.

Schlepper schicken die Menschen in alten und überfüllten Booten auf die Fahrt nach Europa: Flüchtlinge werden in den Hafen von Palermo gebracht. (5. Mai 2015)
Schlepper schicken die Menschen in alten und überfüllten Booten auf die Fahrt nach Europa: Flüchtlinge werden in den Hafen von Palermo gebracht. (5. Mai 2015)
Reuters

Nach fast zwei Wochen auf hoher See sind im Mittelmeer knapp hundert Bootsflüchtlinge gerettet worden. Ein Patrouillenboot der italienischen Finanzpolizei habe das 50 Meter lange Schiff mit 98 Flüchtlingen an Bord in der Nacht zum Mittwoch rund 200 Meilen vor der sizilianischen Küste ausgemacht, teilten die Behörden mit.

Von 35 Frauen an Bord waren drei schwanger. Die Flüchtlinge hatten den Angaben zufolge zwölf Tage auf dem Meer zugebracht, die letzten beiden Tage trieb das altersschwache Schiff steuerlos auf dem Wasser.

Ausserdem drang Wasser in den Schiffsbauch und die Menschen an Bord hatten nichts mehr zu essen. Als sie schliesslich gerettet wurden, waren sie völlig ausgehungert.

Die italienische Küstenwache teilte am Mittwoch mit, sie habe am Dienstag die Rettung von insgesamt etwa 650 Bootsflüchtlingen koordiniert. Etwa 30 wahrscheinlich syrischen Flüchtlingen sei es aus eigener Kraft gelungen, die italienische Küste zu erreichen.

Seit Freitag vergangener Wochen wurden damit bereits 9000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Am Mittwochabend rettete die italienische Küstenwache etwa 50 Kilometer vor der libyschen Küste überdies etwa 90 Flüchtlinge von einem Schlauchboot, das zu kentern drohte.

Die Zahl der Bootsflüchtlinge hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Schlepper schicken die Menschen oft in überfüllten und alten Booten auf die Fahrt über das Mittelmeer nach Europa.

SDA/chk

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