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Die Toten der braunen Gewalt in Deutschland

Die Probleme beim Umgang mit Rechtsextremismus zeigen sich bereits bei den Opferzahlen. Die deutschen Behörden sprechen von rund 50 Toten seit der Wiedervereinigung – dabei töteten Neonazis deutlich mehr Menschen.

Eine Gedenkstätte zu Ehren von Rassismusopfern in Potsdam nach einer Attacke auf einen afrikastämmigen Deutschen im April 2006. Das Opfer kam knapp mit dem Leben davon.
Eine Gedenkstätte zu Ehren von Rassismusopfern in Potsdam nach einer Attacke auf einen afrikastämmigen Deutschen im April 2006. Das Opfer kam knapp mit dem Leben davon.
Keystone
Die Zwickauer Terrorgruppe um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) feiert sich in einem Bekennervideo für die Morde an mindestens neun Ausländern.
Die Zwickauer Terrorgruppe um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) feiert sich in einem Bekennervideo für die Morde an mindestens neun Ausländern.
Keystone
Nach Angaben des Verfassungsschutzes gab es Ende 2010 in Deutschland rund 25'000 Rechtsextremisten, davon gelten etwa 9500 als gewaltbereit.
Nach Angaben des Verfassungsschutzes gab es Ende 2010 in Deutschland rund 25'000 Rechtsextremisten, davon gelten etwa 9500 als gewaltbereit.
Keystone
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Im August 2008 waren gleich mehrere Orte in Sachsen-Anhalt blutiger Schauplatz von rechtsextremer Gewalt. In Dessau, Magdeburg und Bernburg kamen drei Menschen nach Streitigkeiten gewaltsam zu Tode. Im selben Jahr sollen Rechtsextreme oder Rassisten drei weitere Personen getötet haben. Dies zeigt eine Chronik der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin, die sich mit Projekten gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus engagiert. Im Gegensatz zu den Zahlen der Amadeu-Antonio-Stiftung zählt die Statistik des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz für das Jahr 2008 lediglich zwei Tötungsdelikte, die von Neonazis begangen wurden. Diese Diskrepanz bei den Opferzahlen ist kein Einzelfall, wie die Statistiken der letzten rund 20 Jahre zeigen.

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