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«Er erheitert die Leute, statt sie zu deprimieren»

Londons Bürgermeister blieb gestern im Victoria-Park an einem Drahtseil hängen. Vielen anderen Politikern wäre dies sehr peinlich. Boris Johnson verschafft es noch mehr Sympathien. Wird er zur Gefahr für Cameron?

Ein Mann im Anzug und mit Sicherheitshelm ausgestattet, der an einem Klettergurt derart an eine Art Seilbahn aufgehängt ist, dass es ihm die Hosen ein gutes Stück nach oben zieht, sieht nicht eben vorteilhaft aus. Und es macht die Sache nicht eben besser, wenn dann der geplante Trick, fahnenschwingend über die Menschen hinwegzusausen, dazu noch schiefläuft und man quasi auf offener Strecke stecken bleibt.

Jedem anderen wäre dieser Moment äusserst peinlich, für einen Politiker könnte ein derart gescheiterter Auftritt gar zum Desaster werden. Nicht so für Londons Bürgermeister Boris Johnson. «Mit dem Auftritt im Victoria Park hat er etwas gewagt, was sich nicht viele Politiker getrauen würden. Die meisten würden sich davor scheuen, sich zu blamieren», sagt der britische Journalist Andrew Gimson gegenüber Redaktion Tamedia. Gimson, der früher für den «Daily Telegraph» gearbeitet hat, verfasste 2006 ein Buch mit dem Titel «The Rise of Boris Johnson».

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