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Erdogans Stich ins Wespennest

Mit der Twitter-Sperre wollte Tayyip Erdogan «das Problem an der Wurzel packen». Stattdessen erzielte der türkische Ministerpräsident ein fatales Eigentor.

Rund 15 Millionen Twitter-User zählt die Türkei: Das Logo des Kurznachrichtendienstes vor der türkischen Flagge.
Rund 15 Millionen Twitter-User zählt die Türkei: Das Logo des Kurznachrichtendienstes vor der türkischen Flagge.
Keystone

«Wir werden Twitter mit Stumpf und Stiel ausrotten», hatte Erdogan am Donnerstag bei einer Wahlkampfveranstaltung angekündigt. Wenige Stunden später sperrte die türkische Internetbehörde den Zugang zum Social-Media-Portal Twitter.

Mit dieser Zensurmassnahme stach Erdogan in ein Wespennest. Immerhin gibt es in der Türkei rund 15 Millionen Twitter-User, womit das Land zu den Topnationen gehört. Der TV-Sender CNN Türk mokierte sich, die Türkei spiele nun in derselben Liga wie China oder Iran. Die Internetgemeinde überschüttete die Regierung mit einer emotionsgeladenen Mischung aus Unverständnis, Ärger und Spott (siehe Bildstrecke links).

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